25 November 2006

Singschwan aus Lettland

Schon gestern habe ich aus Lettland eine Email mit den Daten des mit einer blauen Halsmanschette markierten Singschwans in der Weseraue nördlich von Petershagen bekommen. Sein Code ist 1C58.
Er ist am 13. Juli 2005 von Dmitrijs Boiko vom Lettischen Naturhistorischen Museum (Riga) in einem Fischteichgebiet bei Rimzati, Bezirk Kuldiga, als Jungvogel markiert worden.
Noch bis Oktober hielt er sich dort auf. Am 24.2.2006 wurde er bei Wilhelminenhof in Brandenburg abgelesen, am 28.3.2006 dann in der Uckermark bei Gramzow, beide Male noch zusammen mit 2 seiner Geschwister.
Wo er den Sommer verbracht hat, ist bisher nicht bekannt. Die Ablesung am 22. November bei Petershagen ist der erste Fund eines lettischen Singschwans aus diesem Forschungsprojekt in Nordrhein-Westfalen, schreibt Dmitrijs Boiko. Er freut sich sehr...
Eckhard Möller

22 November 2006


Der Höckerschwan mit der gelben Halsmanschette

Der Höckerschwan mit der gelben Halsmanschette AP43 war heute zusammen mit 30 Kellegen und 3 adulten Singschwänen auf Raps in der Ilveser Marsch bei Petershagen-Ilvese. Er ist im Sommer 1998 am Alfsee bei Osnabrück beringt worden. Seitdem gibt es von ihm zahlreiche Beobachtungen aus dem Osnabrücker Raum, dem Wesertal bei Petershagen, aber auch vom Steinhuder Meer.
Eckhard Möller

Singschwan

Mein ersten Singschwan mit blauer Halsmanschette! Er stand heute mit 29 adulten Kollegen und 5 jungen Singschwänen auf Raps in der Ilveser Marsch bei Petershagen-Ilvese. Dabei waren auch noch 8 adulte und 2 junge Zwergschwäne und 8 adulte Höckerschwäne.
Man kann auf der belgischen Website cr-birding.be nachschauen, wo die Vögel farbmarkiert worden sind.
Große Freude: Er ist in Lettland beringt worden und hatte daher schon einen langen Weg bis an die Weser !!!
Wenn ich die Daten aus Lettland bekomme, werden sie hier zu lesen sein.
Eckhard Möller

Der Raps lockt die Schwäne

Heute ( 22. November) waren in der Döhrener Marsch bei Petershagen-Döhren mehrere hundert Bläß- und rossicus-Saatgänse in etwa gleichen Anteilen. Darunter 2 Weißwangengänse. Außerdem jagte dort ein adultes silbernes Kornweihen-Männchen.
In der benachbarten Ilveser Marsch lockte der Raps die Schwäne an: Insgesamt 38 adulte und 11 junge Singschwäne, 8 adulte und 2 junge Zwergschwäne und Dutzende Höckerschwäne, darunter einer mit gelber Halsmanschette mit dem Zahlencode AP43.
Von den adulten Singschwänen trug einer eine blaue lettische Halsmanschette mit dem Code 1C58 !!
Dort jagte ein Kornweihen-Weibchen.
"Tausend" fressende Bläßgänse, nur etwa 50 rossicus-Saatgänse und etliche Graugänse waren ein schönes Bild.
Eckhard Möller

Rauhfußbussard bei Levern

Am 18. November beobachtete Christopher König (Espelkamp) bei Stemwede-Levern den ersten Rauhfußbussard des Winters, Hoffentlich werden weitere folgen, obwohl es offensichtlich ein schlechtes Mäusejahr war...
Eckhard Möller

Rauhfußbussard bei Levern

Den wohl ersten Rauhfußbussard des Winters beobachtete Christopher König (Espelkamp) bei Stemwede-Levern am 18. November!
Hoffentlich werden weitere folgen, obwohl es ein offensichtlich schlechtes Mäusejahr war.
Eckhard Möller

20 November 2006


Silberreiher

5 der 11 Silberreiher, die heute (19. November) in strömendem Regen in der Windheimer Marsch ausharrten.
Eckhard Möller

19 November 2006

Später Flußuferläufer

Heute (19. November) trippelte im strömenden Regen ein später Flußuferläufer an der Wasserkante des großen Baggersees bei Minden-Meißen. Leider war es kein amerikanischer Drosseluferläufer...
Auf dem angrenzenden Surfsee schwammen mind. 31 Pfeifenten und 3 Paare Schnatterenten.
Auf der Schweineweide bei Petershagen-Jössen ruhte eine adulte Steppenmöwe unter mind. 40 Silbermöwen und vielen Sturmmöwen.
In der Windheimer Marsch bei Petershagen-Windheim war noch ein Waldwasserläufer aktiv! Insgesamt 11 Silberreiher dort waren ein netter Anblick.
In der Döhrener Marsch stand ein einsamer Silberreiher in der Ackerflur; mind. 60 Goldregenpfeifer liefen zwischen 1000+ Kiebitzen herum.
Sonst war nur grauseliges Wetter...
Eckhard Möller

09 November 2006




Heute (09.11.06) im Rehdener Geestmoor gab es einige hundert Kraniche nebst Besuch zu sehen.

GSt

Bilder von GSt (c).

05 November 2006


Der erste Zwergschwan ist da!
Fast bis zum Hals im Raps stand heute ( 3. November) der erste Zwergschwan des Herbstes in der Marsch bei Petershagen-Heimsen. Er sah gesund und fit aus, war allerdings ohne Partner. Mit ihm fraßen dort Dutzende Höcker- und 10 adulte Singschwäne.
Bei Schlüsselburg waren 4 adulte und ein junger Singschwan, bei Hävern 2 adulte. Die Zahl der weißen Nordländer wächst offensichtlich von Tag zu Tag.
In der Feldflur bei Döhren waren 2 Weißwangengänse unter "1000" Bläßgänsen.
Eckhard Möller
Ein junger Merlin
Ein junger Merlin hatte heute (1. November) offensichtlich wenig Erfolg bei der Jagd auf Feldlerchen in der Döhrener Marsch bei Petershagen-Döhren. Bemerkenswert waren dort ein Trupp von 24 Weißwangengänsen, die abseits von Hunderten anderer Gänse fraßen, und 3 einsamen Goldregenpfeifer mit traurigen Rufen unter Hunderten von Kiebitzen. In der Windheimer Marsch jagten 3 Silberreiher. IAuf dem großen Sandgrubensee am Abzweig nach Windheim rastete eine adulte Mittelmeermöwe.
Sonst massenhaft Regentropfen und stürmische Winde...
Eckhard Möller

03 November 2006

Schwarzenmoor: Bergfinken, Kraniche

Heute Vormittag suchte ein äußerst beschäftigter Trupp von etwa 30 Finken bei uns auf dem Rasen unter Eichen nach Nahrung. Unter ihnen neben Buchfinken mind. 5 Bergfinken! Gestern Abend (2.11.) gegen 19:00Uhr waren bei teils sternklarer Nacht über dem Bramschebachtal/Dornbergerheide Kraniche zu hören. Sehr weit, daher auch keine Schätzung der Truppstärke möglich. Peter Niemann

30 Oktober 2006


Kraniche
Am 29.10. um 10.00 Uhr 2 Trupps Kraniche (insgesamt ca. 50) über Besenkamp, um 11.00 Uhr über Enger Bruch 1 Trupp (siehe Bild, 33 Expl.).
Uff

29 Oktober 2006

Kraniche über Oetinghausen

Heute, 29.10.2006 ca. 11 Uhr ... ca 40-50 Kraniche Kreisend über der
Oetinghauser Heide ... dann nach Bielefeld abziehend. LG, GSt.



Die ersten Singschwäne sind da!
Heute ( 28. Oktober) fraßen 2 adulte Singschwäne in der Feldflur von Petershagen-Schlüsselburg zusammen mit 12 Höckerschwänen an Raps. Weitere Winterboten in der Weseraue dort waren weit mehr als 1000 Bläßgänse (viele Jungvögel dabei!), 2 Weißwangengänse und viele Graugänse. Ungewöhnlich waren insgsamt 31 Pfeifenten auf dem Surfsee bei Minden-Meißen. In der Windheimer Marsch waren insgesamt 12 Löffelenten, davon 5 Männchen. 2 Silberreiher ebenfalls dort. (Bild folgt)
Eckhard Möller

25 Oktober 2006


Rätselente
Heute (25. Oktober) konnte ich die "Rätselente" auf den Lemgoer Klärteichen endlich bei gutem Licht fotografieren.
Wenn man bei google.de 'Löffelente' eingibt, findet man in dem gesamten Bildarchiv nicht ein einziges Foto, das so ein seltsames Übergangskleid zeigt. Im Herbst scheint niemand Löffelenten zu fotografieren...
Eckhard Möller

24 Oktober 2006

Weißstorch in Südlengern

Auf Hinweis von Karl Meyer, Bünde, erfuhr ich von dem Weißstorch, der sich seit einigen Tagen in Südlengern am Brandbach nahe der Else aufhält. Er hat zwei Ringe, ist wenig scheu und wurde noch nicht fliegend gesehen. Der große Ring lässt sich fast mit dem Spektiv ablesen (76, irgendwas mit 76); ich vermute aber , dass es beides Züchterringe sind.
Klaus Nottmeyer-Linden

23 Oktober 2006

Weiße Reiher im Wesertal

Erwin Mattegiet (Bad Oeynhausen) berichtete, er habe von einem Angler erfahren, daß gegen Ende der vergangenen Woche mehrfach Trupps von 4 bzw. 8 "Seidenreihern" im Wesertal beim Drachenflieger-Landeplatz Porta hinter dem Angelteich Gut Weddigenstein gesehen worden seien.
Da Seidenreiher immer noch zu den Top-Seltenheiten im nördlichen Westfalen zählen, gehe ich mit sehr großer Sicherheit davon aus, daß es weiße Silberreiher waren.
Trotzdem sollte dort mal nachgeschaut werden.
Eckhard Möller

21 Oktober 2006

Rätselente in Lemgo

Am 18. Oktober entdeckte Frieder Morgenstern (Blomberg) auf den großen Teichen an der Lemgoer Kläranlage eine rätselhafte, aktiv gründelnde Ente, die er mit dem Fernglas nicht bestimmen konnte. Erst am nächsten Tag konnte er sie mit Hilfe eines Spektivs genauer studieren. Kleiner als die zahlreichen Stockenten, größer als die anwesenden Krickenten, ziemlich rostige Flanken, am auffälligsten aber ein merkwürdiger weißer hochgestellter "Halbmond" im dunklen Gesicht. Brust bräunlich-fleckig etc. Nach Literaturstudium kam er zu dem aufregenden Ergebnis: Blauflügelente!
Als ich die Mail, die er mir sofort geschickt hatte, gestern las, war klar, daß ich nachmittags sofort dorthin mußte.
Ich benachrichtigte Dieter Schmidt-König, Christopher König und Florian Herzig, und gemeinsam versuchten wir am Nachmittag, sie zu finden. Das gelang auch recht schnell, aber wegen des dichten Buschwerks um die Teiche und wegen der großen Aufmerksamkeit der anwesenden Enten konnten wir sie nur sehr unbefriedigend für wenige Sekunden auf dem Wasser sehen, bevor sie mit den Stockenten abflog. Sie kreiste dann noch in dem großen Pulk mehrfach über uns, verschwand dann aber endgültig.
Wir völlig irritiert: Was war das? Uns war ziemlich schnell klar, daß es keine Blauflügelente sein konnte, aber was dann? Weiße Unterflügel, auf der Oberseite ein weißer Streifen, mehr war eigentlich nicht zu sehen.
Auch Literaturstudium zu Hause brachte kein Ergebnis, nichts paßte.
Heute morgen noch im Dunkeln war ich wieder an der Kläranlage, konnte mich im Morgengrauen günstig in den Büschen mit recht freier Sicht verbergen und warten. Ich fand die Rätselente dann 30-40m vor mir bei der Nahrungssuche und konnte jede Feder studieren.
Das Ergebnis: Es war eine männliche Löffelente, die ins Prachtkleid mausert. Dieses seltsame "Übergangskleid" mit der merkwürdigen weißen Halbmondsichel im dunklen Gesicht ist in keinem der gängigen Bestimmungsbücher abgebildet und daher weitgehend unbekannt.
Im Kosmos-Buch von Svensson ist ein wenig davon zu ahnen, wenn man das "Männchen im SK" anschaut, aber die rostigen Flanken und der dunkle Kopf fehlen natürlich.
Wegen des geringen Lichts konnte ich leider keine Fotos machen, werde das aber versuchen nachzuholen.
Viel gelernt...
Eckhard Möller
 

16 Oktober 2006

Feldlerchen, Kraniche, Rotmilan

Am Mittwoch, 11.10., hielten sich in Schwarzenmoor am Nordhang der Egge etwa 100 Feldlerchen auf. Es tauchten immer mehr auf, war aber anscheinend keine andere Art dabei. Am Samstag, 14.10., hab ich in Exter über dem Solterberg etwa 20 Kraniche fliegen sehen. Es waren meine ersten diesen Herbst. Am Sonntag kreiste etwa über Löhne/Schwarzenmoor Truppenübungsplatz ein Rotmilan. Peter Niemann

10 Oktober 2006


Wanderfalke

Noch viel lernen muß dieser junge Wanderfalke, der heute (10.Oktober) im Rehdener Geestmoor bei Wagenfeld erfolglos versuchte, Krickenten zu erbeuten. Wegen seiner vor allem im Flug auffallenden Größe ist es wohl ein junges Weibchen, das Lust auf Entenfleisch hatte. Fast bei jedem Besuch dieses Moorgebietes in den letzten 2 Monaten konnten wir hier Wanderfalken beobachten. Heute waren über 100 Krickenten allein auf der großen zentralen Schlammfläche.
Eckhard Möller

07 Oktober 2006

Silberreiher und Berghänflinge

Eine kurze Tour die Weser abwärts Richtung Petershagen brachte heute 8 Silberreiher in der Windheimer Marsch! Der Winter wird sicher für unseren Bezirk neue Rekordzahlen dieser schneeweißen Schönheiten bringen.
In der Feldflur bei Petershagen-Ilvese trieb sich ein Trupp von 25-30 Berghänflingen auf einem Stoppelacker herum. Leider machte ein Landwirt mit seinem Traktor meine Foto-Versuche zunichte.
Ob Berghänflinge bei uns tatsächlich so selten sind, wie die sehr geringe Zahl der Meldungen vermuten läßt?
Eckhard Möller

25 September 2006

Fischadler an der Weser

Fischadler an der Weser

Am 24.9.2006 gegen 14 Uhr überflog ein Fischadler den "Radlertreff" am
östlichen Weserufer . Er liess sich dann einige Minuten in einer Kiefer
auf dem hohen Ufer nieder und war dort gut zu beobachten. Auf dem Weg
weseraufwärts wurde er dann kurzzeitig spielerisch von einem Turmfalken
attackiert, bevor er aus dem Blickfeld verschwand.
Carsten Cordes

23 September 2006

Fichtenkreuzschnäbel im Stuckenberg

Der Herbst kommt:
Am 20. September flogen nahe dem Herforder Bismarckturm auf dem Stuckenberg 1x6 und 1x3 Fichtenkreuzschnäbel laut rufend über den Wald. Bei dem kleineren Trupp war mindestens ein wunderbar rotes Männchen.
E.M.

Steinkauz-Bilanz 2006

Langsam, aber stetig nimmt die Zahl der im Kreis Herford brütenden Steinkäuze zu - vor allem wohl wegen der intensiven Betreuung und Förderung durch Erhard Nolte (Rödinghausen) und seine Mitarbeiter der Steinkauz-Gruppe. In diesem Jahr waren es immerhin 8 Brutpaare, von denen 6 erfolgreich waren.
Das sind Zahlen, von denen wir vor wenigen Jahren noch nicht einmal zu träumen wagten...
Wie nicht anders zu erwarten, ist aber der Hauptteil der kleinen Population akut bedroht durch die aberwitzigen Pläne, eine neue Landstraße L557n von Enger aus am Werfener Bruch vorbei quer durch die Wiesen unjd Weiden der Elseaue zur Autobahn A30 zu bauen. Es gibt halt immer noch reichlich betonkranke Politiker, die so etwas forcieren.
 
Riesen-Dank und Lob an Erhard!
E.M.

22 September 2006

UHU in Enger

Uhuspuren mitten im Kreis Herford

Erst jetzt komme ich dazu, diese Meldung zu bearbeiten:
Am 28.06.2006 fand der FÖJ der Biologischen Station Ravensberg, Thorsten Häver, eindeutige Spuren eines Uhu in der Sandgrube bei Enger-Döhren, als er (der FÖJ) den Eisvögeln hinter her stellte.
Das Gewölle ist riesig, an die 10 cm lang und enthält große Schädelknochen, mutmaßlich Igel.
Dazu kommen zwei Federn, die ziemlich eindeutig dem Uhu zuzuordnen sind.
Dies lässt den Verdacht aufkommen, der Uhu sitzt irgendwo mitten im Kreis Herford, vielleicht sogar brütend!
Allen Ornis im Kreisgebiet: Augen - und Ohren - auf!

Klaus Nottmeyer-Linden

18 September 2006

Stallpflicht

Rastvögel und Geflügelpest - ein Thema auch im Kreis Herford

Das Veterinäramt des Kreises Herford hat nach Rücksprache mit Klaus Nottmeyer-Linden den Weserraum in Vlotho als Risikozone eingestuft. Dort darf ab dem 1.10.06 kein Geflügel mehr offen gehalten werden.
Das Gebiet ist wie folgt begrenzt: Im Norden durch den Höferweg, die Buhnstraße, den Borlefzener Kirchweg und die Rintelner Straße, im Westen und Osten durch die Kreisgrenze (Weser) und im Süden durch die parallel zur Weser verlaufende Weserstraße.
In der Zeitung wird der Leiter der Biologischen Station im Kreis Herford so zitiert: "Ziehende Schwäne, Gänse und Enten werden vor allem von aus der Luft gut sichtbaren größeren Wasserläufen und -flächen angezogen".
Allerdings wissen wir, dass nicht nur die Weserregion für Zugvögel attraktiv ist, sondern auch das Tal der Werre und vor allem die Elseaue westlich von Bünde mit dem Hücker Moor. Hier wurde aber vorerst kein Risikogebiet ausgewiesen. Die Biologische Station bittet daher alle ornithologisch Interessierten, Beobachtungen von Ansammlungen von Wasservögeln insbesondere aus diesen beiden Bereichen zu melden, am besten per Email unter info@bshf.de.
Sollten sich hier größere Ansammlungen bilden und sich auch während der kommenden Wintermonate dort länger aufhalten, muss die Begrenzung der Risikogebiete möglicherweise überdacht werden.

Klaus Nottmeyer-Linden
Biologische Station Ravensberg im Kreis Herford e.V.
Homepage: www.bshf.deG

17 September 2006

Krabbentaucher im Kreis Herford?

Vor wenigen Tagen erhielt ich von Klaus Nottmeyer-Linden (Biologische Station Ravensberg) ein hochinteressantes Dokument mit einem aufregenden Inhalt:
Am 28.10.2005 wurde dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe in Detmold ein toter "vermutlich Arktischer Krabbentaucher" von der Tierklinik Quernheim (Kirchlengern) eingeliefert mit der Bitte, im Zeitalter der Vogelgrippe die Erkrankungs- und Todesursachen festzustellen. Als Todesdatum ist der 26.10.2005 eingetragen.
Pathologische und virologische Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf die Todesursache.
Auch wenn es mit den Artenkenntnissen von Tierärzten, zumindest was Wildvögel angeht, in der Regel nicht allzuweit her ist, so sind Krabbentaucher doch nicht ganz so leicht mit anderen Arten zu verwechseln. Es spricht also einiges dafür, daß es tatsächlich einer war.
Im Herbst 2005 war ein großer Einflug von Krabbentauchern in die Nordsee mit zahlreichen Beobachtungen an den deutschen Küsten und sogar in Häfen...Vielleicht hat es diesen Vogel hier ins Binnenland verschlagen, wo er vermutlich verhungert ist.
Selbstverständlich wäre das eine für den Kreis Herford neue Vogelart und erst der zweite Nachweis für unseren Regierungsbezirk nach einem Fund bei Spexard am 14.7.1971!
Die Recherchen sind angelaufen:
War es tatsächlich ein Krabbentaucher?
Wo ist er gefunden worden?
Wer hat ihn gefunden?
Sobald wir etwas herausbekommen haben, wird das auf dieser Seite zu lesen sein.
E.M.
 
 
 

15 September 2006

Silberreiher am Hücker Moor

Gestern abend (14.September) beobachtete Herr Strathmann (Spenge) in den Wiesen am Südrand des Hücker Moors insgesamt 4 Silberreiher! Das ist neuer Kreisrekord!
Heute morgen waren dort noch 2 zu sehen, heute nachmittag einer.
(Klaus Nottmeyer-Linden per Telefon.)
Der Herbst kommt - und damit auch die Silberreiher...
E.M.

09 September 2006

Pfeifenten und Baumfalke Windheim

Gestern (8.9.2006) waren in der Windheimer Marsch bei Petershagen-Windheim neben anderen Wasservögeln 4 männliche Pfeifenten (!), 65 Krickenten, 1 Grünschenkel und ein Baumfalke bei der erfolgreichen Jagd auf Großlibellen zu beobachten.
E.M.

05 September 2006

Weißstörche-Situation 2006

Dr. Alfons Bense, der Storchen-Mann aus Windheim, hat soeben einen umfangreichen Bericht über den Verlauf der Brutsaison 2006 bei den Weißstörchen im Kreis Minden-Lübbecke zusammengestellt.
1990 waren es im ganzen Kreis nur noch 3 Brutpaare. 2006 dagegen besetzten 21 Paare einen Horst, darunter waren 3 neue. Das sind zwei mehr als im Rekordjahr 2004 und etwa Gleichstand mit den 1930er Jahren!!
Die Neuen waren:
- 1 Brutpaar in Hävern, das Stress bekam mit dem Windheimer Paar
- 1 weiteres Brutpaar in Heimsen
- 1 Brutpaar bei Costedt - damit erstmals seit 100 Jahren eine Weißstorchbrut auf dem Gebiet von Porta Westfalica südlich des Wiehengebirges!!
 
Das extrem naßkalte Wetter in der zweiten Mai-Hälfte war wohl der Grund, dass 8 Brutpaare ihre Brut verloren; mindestens 21Jungvögel starben.
In 2006 flogen nur 22 Jungvögel aus. Der Gesamtbruterfolg von 1,05 sei damit "erschreckend niedrig".
 
Tausend Dank an Dr. Alfons Bense für die großartige Arbeit, die er und die Storchenbetreuer leisten!
 
Eckhard Möller

Herford, Stuckenberg: Baumfalke; Schwarzenmoor: Flußuferläufer

Am 2.9. schoss ein Baumfalke im Herforder Stuckenberg am Bismarckturm vorbei.
In der Nacht von gestern auf heute gegen 2:30Uhr rief bei sternklarem Himmel ein ziehender Flußuferläufer auf Höhe "In der Kuhle"/"An den Teichen". Peter Niemann

03 September 2006

Rekordzahl an Weißstörchen

Am 27.8.2006 zählte Gerhard Hanke, Kreisjagdberater, auf einem gepflügten Acker bei Enger-Dreyen insgesamt 24 Weißstörche, die aktiv Nahrung suchten. Das ist die mit Abstand höchste Zahl an Störchen, die je im Kreis Herford am Boden geasehen worden ist.
E.M.

01 September 2006

8 Weißstörche

Meine Frau sah heute um 14:30 Uhr diese 8 Störche auf einem Acker in Besenkamp, Mergelbreede. Uff

28 August 2006

Weißstörche

Heute, gegen 16.30 Uhr, hielten sich zwei Weißstörche auf einem Acker
westlich Dreyen/Enger auf. J.H.

Starker Wespenbussardzug

Sonntag, den 27. August nahe der Grenze Herford/Bielefeld starker Wespenbussardzug aus N bis NO (nur zwischen 13 und 15 Uhr beobachtet): 13.00 Uhr 21 Ex. in mehreren dicht folgenden Kleingruppen, 13.20 18 Ex.; 14.40 Uhr in kurzer Folge wieder kleinere Gruppen zwischen 3 und 5 Ex., insgesamt 22 Ex., 14.50 noch einmal 6 Ex. Oft den gerichteten Zug für ein, zwei Minuten unterbrechend und im heftigen Westwind an Höhe gewinnend, dann wieder fast auf einer Linie gereiht weiter nach Südsüdwesten. Zugleich starker Rauch- und Mehlschwalbenzug.

 

Peter Finke (Bielefeld)

 

27 August 2006

Gänsegeier - Belegphoto

Am 30. Juni 2006 hat Jörg Albersmeyer diesen Gänsegeier an der Mülldeponie Pohlsche Heide bei Hille fotografiert. Der große Vogel befand sich direkt außerhalb des Umgrenzungszauns auf dem schmalen Krautstreifen, hinter dem die ersten Büsche und Bäume des Waldes beginnen. Wie er da hin- und vor allem ob und wie er da wieder weggekommen ist, ist uns ein Rätsel. Eine Hypothese war ja, er sei im Wald wegen Nahrungsmangels verludert. Wir haben aber bei intensiver Nachsuche keine Reste finden können. Hoffen wir mal, daß er mittlerweile wieder in seiner spanischen Heimat (?) ist...
Herr Albersmeyer hat die Fotos vom Gelände der Deponie durch den Zaun gemacht - es ist also keine Aufnahme aus einem Tiergehege.
Auf jeden Fall ist es der erste Gänsegeier, der je in Ostwestfalen gesehen wurde. Und das nach mehr als 150 Jahren Aufzeichnungen von Vogel-Daten.
Meine Voraussage, daß bei dem großen Geiereinflug im Mai/Juni 2006 doch auch einer in OWL rumfliegen müßte, ist eingetreten. Das ist schön. Nicht schön ist allerdings, daß ich ihn nicht selbst beobachten konnte, weil ich erst 3 Wochen später davon erfahren habe.
Eckhard Möller

26 August 2006

Ziehende Wespenbussarde

Gestern zogen mindestens 11 Wespenbussarde über Vlotho (gegen 15.30
Uhr 7 Ex. und gegen 15.50 Uhr noch einmal 4 Ex. dann kam der große
Regen...) J.H.

23 August 2006

Kraniche brüten knapp jenseits der Grenze

Heute erfuhr ich von Friedhelm Niemeyer, dem Leiter des BUND-Projekts Diepholzer Moorniederung, daß in diesem Jahr 2 Kranichpaare im Rehdener Geestmoor knapp nördlich der Landesgrenze gebrütet haben, in der gesamten Diepholzer Moorniederung waren es 15 Brutpaare (zwei mehr als 2005) !!!
Leider gibt es noch keine Anzeichen für eine Brut südlich der Grenze, also in Westfalen. Aber das wird noch kommen...
Gestern beobachtete FN im Oppenweher Moor 1 Schwarzstorch an einem der Gewässer.
E.M.

Schwarzenmoor: Braunkehlchen, Steinschmetzer, Rohrweihe, Rotmilan

Am Mittag des 21.8. saßen an und auf einem Acker zwischen zwei Ausläufern des Bramschebachtals 2 Braunkehlchen. Die ersten diesen Herbst. Dort flogen auch Schafstelzen über, nur zu hören. Gestern, 22.8., saß nahe der Mindener Straße und nahe des Truppenübungsplatzes ein Steinschmetzer auf gegrubberter Stoppel. Auch der Erste diesen Herbst. Am Nachmittag jagte eine weibliche Rohrweihe am langen Kamp auf der Egge (parrallel zur Mindener Straße). Dort auch mind. 8 Bussarde auf und über gepflügter Fläche und ein kreisender Rotmilan. Schafstelzen waren dort auch zu hören. Peter Niemann

Wanderfalken in OWL

In diesem Jahr sind zu den bisher 3 bekannten Ostwestfalen-Brutplätzen von Wanderfalken zwei weitere dazugekommen: Neben dem Brutpaar in Bielefeld war in 2006 zum ersten Mal auch ein Paar in einem Nistkasten auf dem Truppenübungsplatz Senne erfolgreich! Es sind jetzt also 5 !!
Weitere Nistangebote warten auf Besiedlung. Wir Herforder warten vor allem auf den Tag, an dem endlich Wanderfalken den Kasten am Kraftwerk Kirchlengern beziehen...
E.M.

20 August 2006

Schwarzenmoor: Rohrweihe; Wachtel

Am Samstag, 19.8., jagte eine adulte m Rohrweihein Schwarzenmoor auf der "Heide" entlang der Vlothoer Straße.
Nahe der nicht mehr existierenden "heiligen Buche" an der Hiligenböke flog beim Weizen dreschen eine Wachtel vor der Maschine auf und landete einige Meter weiter in einem Strohschwad. Peter Niemann

Schwarzstörche brüten nahe HF-Kreisgrenze

Gestern habe ich erfahren, daß das Paar Schwarzstörche im Bereich des Meßtischblattes 3916, also wenige Kilometer außerhalb der Herforder Kreisgrenze, dort schon im dritten Jahr brütet! Die für das Gebiet zuständigen Förster wissen davon und versuchen, einen optimalen Schutz des Brutplatzes zu gewährleisten.
E.M.

19 August 2006

Heute, NABU Exkursion, Steinhorster Becken

Nur mal so ein paar Impressionen von der NABU Exkursion ans Steinhorster
Becken.

Massen junger Haubentaucher

Streifen- und

Rothalsgans, beide vermutlich ehemalige Volierenvögel

Ein Paar Baumfalken und eine Weihe (die sich leider nicht ablichten ließ)

und als Krönung:

Der Kollege Schwarzstorch hier zog seine Kreise ... ein Jungtier,
Schnabel noch nicht rot durchgefärbt.

Liebe Grüße, GSt

Heringsmöwen in Hille

Am 17.8.2006 waren wir an der Mülldeponie Pohlsche Heide bei Hille, um im angrenzenden Wald nach einem eventuell dort verendeten Gänsegeier zu suchen, der dort bis zum 30. Juni beobachtet (und fotografiert!) worden ist. Leider ohne Erfolg...
Am Hang der Deponie standen mind. 17 adulte Heringsmöwen (!) neben vielen weiteren Möwen. Außerdem trieben sich ein Kolkrabe, 6 Weißstörche und mehrere Rotmilane dort herum.
E.M.

06 August 2006

Brutnachweis Flußseeschwalben/Fischadler

Heute konnte ich an der Sandgrube bei Petershagen-Wietersheim zwei erfolgreiche Bruten von Flußseeschwalben nachweisen: 1x2 größere Jungvögel und 1x1 dickes Küken! Das sind Mindestzahlen - also mind. 2 Paare erfolgreich! Es sind aber mind. 8 Adulte anwesend, vielleicht kommt noch mehr Nachwuchs dazu...
Bei Petershagen-Windheim ein junger Fischadler jagend; ziemlich wahrscheinlich stammt er vom nahen Steinhuder Meer, wo in diesem Jahr zum ersten Mal Fischadler gebrütet haben.
E.M.

05 August 2006

Hücker Moor: Regenbrachvogel

Heute konnte Christoph Moning bei einer Bootstour auf dem Hücker Moor bei Spenge "auf 10 Meter Distanz" einen diesjährigen Regenbrachvogel bewundern, der auf einem der Uferbalken saß! Das ist nicht nur ein neuer Vogel für das Hücker Moor, sondern überhaupt erst das zweite Mal, daß ein Regenbrachvogel im Kreis Herford auf dem Boden beobachtet wurde.
Außerdem zählte er 26 Kanadagänse dort, eine neue Rekordzahl für das Kreisgebiet.
E.M.

01 August 2006

FW: Schwarzenmoor: Nilgänse, Kiebitze, Neuntöter, Schwarzmilan

Dienstag Morgen um 5:50 Uhr zog eine Formation von 9 Nilgänsen über den Bereich "Im Kuhnholt" in Schwarzenmoor in Richtung Osten. Bis auf einen Vogel im letzten Jahr habe ich in dieser Gemeinde noch keine Nilgans gesehen. Montag rasteten 5 Kiebitze auf einer gegrubberten Gerstenstoppel Nahe der Thomaskirche. Dienstag Abend konnte ich endlich mal einen weiblichen Neuntöter mit dem Männchen zusammen an der Dornberger Heide sehen. Gestern dort bei kurzer Kontrolle 2 männliche Vögel! Gegen 13:30 gestern Mittag kreiste über der Straße "Im Kuhnholt" ein Schwarzmilan! Heute bei den Neuntötern: 2 männliche, ein weiblicher. Kleiner Exkurs: Die überall anwesenden Waschbären hinterlassen ihre Spuren... Peter Niemann

Schwarzenmoor/ Falkendiek: Wachteln; Nilgänse

Am Dienstag, 25.7., sah mein Vater beim Raps dreschen Nahe der Thomaskirche in Schwarzenmoor eine Wachtel vor dem Drescher auffliegen. Am Freitag, 28.7., konnte ich morgens gegen 9:30 Uhr eine Wachtel an der Dornbergerheide aus einem Weizenschlag rufen hören. Am gleichen Tag gegen 6:30 Uhr flogen 2 Nilgänse über dem Uhlenbachtal, auf höhe
Meier Kerkhof. Am Samstag bekam ich von einem Kumpel aus Falkendiek eine Meldung einer Wachtel. Er wollte mir bis dahin nicht glauben, dass in Schwarzenmoor Wachteln zu hören sind: "Das glaube ich dir erst, wenn ich sie selbst sehe!" Und dann einen Tag später: "Ok, ich glaube dir das mit den Wachteln, hab jetzt auch eine gesehen..." Peter Niemann

30 Juli 2006

Nilgänse brüten in Falkendiek

Sie breiten sich aus: Nilgänse brüten jetzt schon im Herforder Bergland!
Heute rief Christine Fricke an, die auf dem Hof Heeper in Herford-Falkendiek nicht weit von der Löhner Grenze wohnt. Sie hat heute ein Paar Nilgänse mit 5 etwas mehr als faustgroßen Jungvögeln in der Nähe des Hofes beobachtet.
Im Juni hatte ich dort schon eine adulte Nilgans gesehen.
Zur Erinnerung: Die erste Beobachtung einer Nilgans im Kreis Herford war erst im Januar 2001, als Malte Reineke (Löhne) eine in Gohfeld beobachtete. 2003 konnte dann der erste Brutnachweis erbracht werden, als ein Paar in der Nähe des Dickertsees in Oberbehme brütete.
Jetzt sind sie schon die Berge hoch...
E.M.