25 September 2006

Fischadler an der Weser

Fischadler an der Weser

Am 24.9.2006 gegen 14 Uhr überflog ein Fischadler den "Radlertreff" am
östlichen Weserufer . Er liess sich dann einige Minuten in einer Kiefer
auf dem hohen Ufer nieder und war dort gut zu beobachten. Auf dem Weg
weseraufwärts wurde er dann kurzzeitig spielerisch von einem Turmfalken
attackiert, bevor er aus dem Blickfeld verschwand.
Carsten Cordes

23 September 2006

Fichtenkreuzschnäbel im Stuckenberg

Der Herbst kommt:
Am 20. September flogen nahe dem Herforder Bismarckturm auf dem Stuckenberg 1x6 und 1x3 Fichtenkreuzschnäbel laut rufend über den Wald. Bei dem kleineren Trupp war mindestens ein wunderbar rotes Männchen.
E.M.

Steinkauz-Bilanz 2006

Langsam, aber stetig nimmt die Zahl der im Kreis Herford brütenden Steinkäuze zu - vor allem wohl wegen der intensiven Betreuung und Förderung durch Erhard Nolte (Rödinghausen) und seine Mitarbeiter der Steinkauz-Gruppe. In diesem Jahr waren es immerhin 8 Brutpaare, von denen 6 erfolgreich waren.
Das sind Zahlen, von denen wir vor wenigen Jahren noch nicht einmal zu träumen wagten...
Wie nicht anders zu erwarten, ist aber der Hauptteil der kleinen Population akut bedroht durch die aberwitzigen Pläne, eine neue Landstraße L557n von Enger aus am Werfener Bruch vorbei quer durch die Wiesen unjd Weiden der Elseaue zur Autobahn A30 zu bauen. Es gibt halt immer noch reichlich betonkranke Politiker, die so etwas forcieren.
 
Riesen-Dank und Lob an Erhard!
E.M.

22 September 2006

UHU in Enger

Uhuspuren mitten im Kreis Herford

Erst jetzt komme ich dazu, diese Meldung zu bearbeiten:
Am 28.06.2006 fand der FÖJ der Biologischen Station Ravensberg, Thorsten Häver, eindeutige Spuren eines Uhu in der Sandgrube bei Enger-Döhren, als er (der FÖJ) den Eisvögeln hinter her stellte.
Das Gewölle ist riesig, an die 10 cm lang und enthält große Schädelknochen, mutmaßlich Igel.
Dazu kommen zwei Federn, die ziemlich eindeutig dem Uhu zuzuordnen sind.
Dies lässt den Verdacht aufkommen, der Uhu sitzt irgendwo mitten im Kreis Herford, vielleicht sogar brütend!
Allen Ornis im Kreisgebiet: Augen - und Ohren - auf!

Klaus Nottmeyer-Linden

18 September 2006

Stallpflicht

Rastvögel und Geflügelpest - ein Thema auch im Kreis Herford

Das Veterinäramt des Kreises Herford hat nach Rücksprache mit Klaus Nottmeyer-Linden den Weserraum in Vlotho als Risikozone eingestuft. Dort darf ab dem 1.10.06 kein Geflügel mehr offen gehalten werden.
Das Gebiet ist wie folgt begrenzt: Im Norden durch den Höferweg, die Buhnstraße, den Borlefzener Kirchweg und die Rintelner Straße, im Westen und Osten durch die Kreisgrenze (Weser) und im Süden durch die parallel zur Weser verlaufende Weserstraße.
In der Zeitung wird der Leiter der Biologischen Station im Kreis Herford so zitiert: "Ziehende Schwäne, Gänse und Enten werden vor allem von aus der Luft gut sichtbaren größeren Wasserläufen und -flächen angezogen".
Allerdings wissen wir, dass nicht nur die Weserregion für Zugvögel attraktiv ist, sondern auch das Tal der Werre und vor allem die Elseaue westlich von Bünde mit dem Hücker Moor. Hier wurde aber vorerst kein Risikogebiet ausgewiesen. Die Biologische Station bittet daher alle ornithologisch Interessierten, Beobachtungen von Ansammlungen von Wasservögeln insbesondere aus diesen beiden Bereichen zu melden, am besten per Email unter info@bshf.de.
Sollten sich hier größere Ansammlungen bilden und sich auch während der kommenden Wintermonate dort länger aufhalten, muss die Begrenzung der Risikogebiete möglicherweise überdacht werden.

Klaus Nottmeyer-Linden
Biologische Station Ravensberg im Kreis Herford e.V.
Homepage: www.bshf.deG

17 September 2006

Krabbentaucher im Kreis Herford?

Vor wenigen Tagen erhielt ich von Klaus Nottmeyer-Linden (Biologische Station Ravensberg) ein hochinteressantes Dokument mit einem aufregenden Inhalt:
Am 28.10.2005 wurde dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe in Detmold ein toter "vermutlich Arktischer Krabbentaucher" von der Tierklinik Quernheim (Kirchlengern) eingeliefert mit der Bitte, im Zeitalter der Vogelgrippe die Erkrankungs- und Todesursachen festzustellen. Als Todesdatum ist der 26.10.2005 eingetragen.
Pathologische und virologische Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf die Todesursache.
Auch wenn es mit den Artenkenntnissen von Tierärzten, zumindest was Wildvögel angeht, in der Regel nicht allzuweit her ist, so sind Krabbentaucher doch nicht ganz so leicht mit anderen Arten zu verwechseln. Es spricht also einiges dafür, daß es tatsächlich einer war.
Im Herbst 2005 war ein großer Einflug von Krabbentauchern in die Nordsee mit zahlreichen Beobachtungen an den deutschen Küsten und sogar in Häfen...Vielleicht hat es diesen Vogel hier ins Binnenland verschlagen, wo er vermutlich verhungert ist.
Selbstverständlich wäre das eine für den Kreis Herford neue Vogelart und erst der zweite Nachweis für unseren Regierungsbezirk nach einem Fund bei Spexard am 14.7.1971!
Die Recherchen sind angelaufen:
War es tatsächlich ein Krabbentaucher?
Wo ist er gefunden worden?
Wer hat ihn gefunden?
Sobald wir etwas herausbekommen haben, wird das auf dieser Seite zu lesen sein.
E.M.
 
 
 

15 September 2006

Silberreiher am Hücker Moor

Gestern abend (14.September) beobachtete Herr Strathmann (Spenge) in den Wiesen am Südrand des Hücker Moors insgesamt 4 Silberreiher! Das ist neuer Kreisrekord!
Heute morgen waren dort noch 2 zu sehen, heute nachmittag einer.
(Klaus Nottmeyer-Linden per Telefon.)
Der Herbst kommt - und damit auch die Silberreiher...
E.M.

09 September 2006

Pfeifenten und Baumfalke Windheim

Gestern (8.9.2006) waren in der Windheimer Marsch bei Petershagen-Windheim neben anderen Wasservögeln 4 männliche Pfeifenten (!), 65 Krickenten, 1 Grünschenkel und ein Baumfalke bei der erfolgreichen Jagd auf Großlibellen zu beobachten.
E.M.

05 September 2006

Weißstörche-Situation 2006

Dr. Alfons Bense, der Storchen-Mann aus Windheim, hat soeben einen umfangreichen Bericht über den Verlauf der Brutsaison 2006 bei den Weißstörchen im Kreis Minden-Lübbecke zusammengestellt.
1990 waren es im ganzen Kreis nur noch 3 Brutpaare. 2006 dagegen besetzten 21 Paare einen Horst, darunter waren 3 neue. Das sind zwei mehr als im Rekordjahr 2004 und etwa Gleichstand mit den 1930er Jahren!!
Die Neuen waren:
- 1 Brutpaar in Hävern, das Stress bekam mit dem Windheimer Paar
- 1 weiteres Brutpaar in Heimsen
- 1 Brutpaar bei Costedt - damit erstmals seit 100 Jahren eine Weißstorchbrut auf dem Gebiet von Porta Westfalica südlich des Wiehengebirges!!
 
Das extrem naßkalte Wetter in der zweiten Mai-Hälfte war wohl der Grund, dass 8 Brutpaare ihre Brut verloren; mindestens 21Jungvögel starben.
In 2006 flogen nur 22 Jungvögel aus. Der Gesamtbruterfolg von 1,05 sei damit "erschreckend niedrig".
 
Tausend Dank an Dr. Alfons Bense für die großartige Arbeit, die er und die Storchenbetreuer leisten!
 
Eckhard Möller

Herford, Stuckenberg: Baumfalke; Schwarzenmoor: Flußuferläufer

Am 2.9. schoss ein Baumfalke im Herforder Stuckenberg am Bismarckturm vorbei.
In der Nacht von gestern auf heute gegen 2:30Uhr rief bei sternklarem Himmel ein ziehender Flußuferläufer auf Höhe "In der Kuhle"/"An den Teichen". Peter Niemann

03 September 2006

Rekordzahl an Weißstörchen

Am 27.8.2006 zählte Gerhard Hanke, Kreisjagdberater, auf einem gepflügten Acker bei Enger-Dreyen insgesamt 24 Weißstörche, die aktiv Nahrung suchten. Das ist die mit Abstand höchste Zahl an Störchen, die je im Kreis Herford am Boden geasehen worden ist.
E.M.

01 September 2006

8 Weißstörche

Meine Frau sah heute um 14:30 Uhr diese 8 Störche auf einem Acker in Besenkamp, Mergelbreede. Uff