26 Dezember 2006

Waldschnepfe im Herforder Stuckenberg

Heute nachmittag (26. Dezember) flog bei einem Weihnachtsspaziergang im Herforder Stuckenberg oberhalb des Restaurants Steinmeier eine Waldschnepfe vor uns auf.
Schön, daß sie den Herbst überlebt hat...
Eckhard Möller

24 Dezember 2006

Kolkraben an Herfords Nordgrenze

Heute kurz vor dem Heiligabend-Kaffeetrinken flogen 2 Kolkraben (ganz bestimmt ein Paar) das Bramschebachtal zwischen Herford und Löhne entlang, setzten sich im Bereich Alter Grenzweg in eine kahle Baumkrone (wie es sich mitten im Cheruskerland gehört) und begannen mit ausgiebiger Körperpflege.
Es wäre schön, wenn sie dort ein Revier besetzen würden. Möglichkeiten gibt es dort genug.
Außerdem dort mindestens 5 Bachstelzen zwischen weidenden Pferden - an Heiligabend!
Eckhard Möller

23 Dezember 2006

Ein einsamer Zwergsäger...

Heute (23.12.06) schwamm ein einsames schneeweißes Zwergsäger-Männchen auf dem Angelsee bei Petershagen-Windheim offensichtlich ohne weibliche Begleitung.
In der Döhrener Marsch waren unter 2000+ Bläßgänsen (!) 3 Weißwangengänse. Mehr als 100 Kiebitze warteten dort auf Weihnachten...
Eckhard Möller

22 Dezember 2006

Kaum Kreuzschnäbel im Staatsforst Vlotho

Heute nachmittag (22.12.06) habe ich auf einer rund anderthalbstündigen Wanderung kreuz und quer durch den Vlothoer Staatsforst nur zweimal je einen kleinen Trupp Fichtenkreuzschnäbel überfliegend gehört. Vielleicht war es sogar derselbe Trupp. Kein Vergleich mit vergangenen Wintern: Hier war immer die beste Stelle, um viele, viele Kreuzschnäbel bei der Nahrungssuche an Lärchen zu beobachten oder ihnen beim Quatschen zuzuhören.
Dort heute auch kein Schwarzspecht zu hören oder zu sehen; ich habe auch keine frischen Arbeitsspuren gefunden.
Eckhard Möller

13 Dezember 2006

Korrektur: Nilgans-Jagd ab 1. August erlaubt

Wie ich eben erfahre, sind in der Meldung über die Jagdzeiten in der Weseraue zwei Unkorrektheiten:
Nilgänse dürfen offensichtlich jetzt vom 1. August bis zum 15. Oktober auch in der Weseraue geschossen werden.
Graugänse dürfen auch dort im August geschossen werden.
Die absolute Jagdruhe für alle Gänse beginnt also erst am 15. Oktober! Wenigstens ist dann Ruhe, wenn die grauen arktischen Gänse auftauchen...
Eckhard Möller

Keine Gänsejagd in der Weseraue

Nach der am 1. Dezember 2006 in Kraft getretenen "Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Jagdzeiten" in Nordrhein-Westfalen ist in der Weseraue im Raum Petershagen die Jagd auf ALLE Gänsearten GANZJÄHRIG VERBOTEN. Also sind nicht nur arktische Arten wie Bläß-, Saat-, Kurzschnabel-, Weißwangen- und Ringelgänse dort von Bejagung verschont, sondern auch die Grau-, Nil- und Kanadagänse, die jetzt andernorts in NRW vom 15. Oktober bis zum 15. Januar geschossen werden dürfen.
Die "Weseraue" ist in der Verordnung genau definiert:
"Schnittpunkt B61/Landesgrenze NRW/Niedersachsen, Landesgrenze bis Bahnlinie, Bahnlinie bis K39, K39 bis B482, B482 bis Wehr bei Lahde, Wehr, linkes Weserufer bis L770, L770 bis B61, B61 bis Landesgrenze".
Wer innerhalb dieses Gebietes irgendeine Jagdaktivität auf Gänse beobachtet, sollte umgehend die Polizei anfordern, Autokennzeichen notieren etc.
Eckhard Möller

12 Dezember 2006

Wietersheim: Samtente, Möwen

BEGIN:VCARD
VERSION:2.1
N:Bongards;Marieluise und Heinz
FN:Marieluise und Heinz Bongards
EMAIL;PREF;INTERNET:mbongards@freenet.de
REV:20061212T183842Z
END:VCARD

Heute 14:30 h - 16:30 h am Baggersee in Wietersheim:
Reichlich Reiher- und Tafelenten, erfreulich viele Pfeifenten und Schellenten, wenige Krickenten. Dazu mitten auf der Wasserfläche eine weibliche Samtente, regelmäßig tauchend und gut zu beobachten. Unter ca. 160 Graugänsen 2 Blässgänse und eine Streifengans. Haubentaucher ca. 20, kein Zwergtaucher, keine Säger.
Möwen: Re. der breiten Zufahrt zur Kläranlage auf dem Wintergetreidefeld etwa 200 Lachmöwen, dazwischen 20 Silbermöwen, 1 adulte Mittelmeermöwe und 1 adulte Steppenmöwe, außerdem 2 Höckerschwäne und 25 Nilgänse.
Auf der Wasserfläche bei weitem nicht die grandiosen Zahlen, die E. Möller vor 3 Tagen gesehen hat. 3 adulte Heringsmöwen (intermedius), mit Sicherheit 1 Mittelmeermöwe 1. W., mäßiger Möweneinflug erst in tiefer Dämmerung (16:30 h).
16:40 h am Osthafen etwa 300 vorzugsweise Lachmöwen, 100 auf der Wasserfläche, ca 200 auf dem Flachdach nördlich. Dann bis 17 h Kanal bis Einfahrt Schachtschleuse: keine Möwen, aber mehrere starke Möwentrupps ostwärts überfliegend.
17:00 h Osthafen möwenfrei. Wo aber schlafen die Möwen zur Zeit?
Alfred Böger und Heinz Bongards

11 Dezember 2006

Rauchschwalben in Bielefeld

Im brandneuen Heft 4 (November 2006/Band 44) der Zeitschrift "Vogelwarte" steht ein Aufsatz von Daniel Lühr & Moritz Gröschel über
"Das Vorkommen der Rauchschwalbe Hirundo rustica im Norden Bielefelds und dessen Zusammenhang mit verschiedenen Umweltfaktoren"
(S. 229-232).
Das Untersuchungsgebiet umfaßte den Bereich etwa zwischen Deppendorf und Niederdornberg im Westen bis nach Vilsendorf im Osten.
Die Autoren ermittwelten dort im Frühsommer 2003 insgesamt 96 Brutpaare. Dabei untersuchten sie "sämtliche ehemaligen und derzeit bewirtschafteten landwirtschaftlichen Betriebe". 65 Prozent davon waren allerdings durch Verschließen von Gebäudeöffnungen gar nicht mehr als Brutplatz geeignet!
Dort, wo noch Rauchschwalben brüten, sind meist Großvieh und Grünland vorhanden und Gewässer in der Nähe.
Eckhard Möller

10 Dezember 2006


Eine der beiden adulten Heringsmöwen auf dem Baggersee in Wietersheim, wo heute (9.12.06) mehr als 1500 Großmöwen badeten und ruhten

Möwen-Synchronzählung 09.12.06 am Obersee in Bielefeld

BEGIN:VCARD
VERSION:2.1
N:Bongards;Marieluise und Heinz
FN:Marieluise und Heinz Bongards
EMAIL;PREF;INTERNET:mbongards@freenet.de
REV:20061210T095917Z
END:VCARD

Der Obersee in Bielefeld (TK  3917/1) ist nachmittags in der Phase vor Sonnenuntergang ein Sammelplatz für die Lachmöwen der Region. Bei kontinuierlich anhaltendem Zuflug aus allen Richtungen stieg die Zahl Vögel von etwa 230 um 15:30 Uhr auf etwa 360 um 16:15 Uhr (Sonnenuntergang). Bei besserem Wetter als vorhergesagt, wechselnd wolkig, aber trocken, mäßigem Wind aus West, Temp. 5° und anhaltender Fütterungsaktivität der Spaziergänger bis etwa 16:30 Uhr verblieben die Möwen bis in die tiefe Dämmerung, sammelten sich bei beginnender Dunkelheit schließlich in einem großen ovalrunden Pulk und flogen dann nach 17 Uhr in völliger Dunkelheit
Richtung NO, Schlafplatz in Minden ab.
Um Sonnenuntergang überflogen  2 adulte Silbermöwen den Obersee in südwestlicher Richtung und ein Schwarm von 50 Kanadagänsen, 2 Streifengänsen und 1 Graugans landete auf dem Gewässer.
 
Alfred Böger und Heinz Bongards

09 Dezember 2006

Zwergschwäne und Goldregenpfeifer

In der Marsch bei Petershagen-Döhren rasteten heute (9. Dezember) 34 Goldregenpfeifer unter 100en Kiebitzen.
In der benachbarten Ilveser Marsch fraßen wie am 6. Dezember wohl dieselben 9 adulten Zwergschwäne + ein Jungvogel an Raps. Dabei waren Höcker- und 15 adulte und 3 junge Singschwäne.
Eckhard Möller
 

Möwen in Wietersheim

Wie im letzten Winter ist der große Baggersee auch zur Zeit wieder ein sehr guter Ort, um Möwen zu studieren. Heute (9. Dezember) waren gegen 16 Uhr mindestens 1500 Großmöwen auf dem Wasser, badeten und putzten sich oder ruhten nur. Die allermeisten davon natürlich Silbermöwen in allen Kleidern, aber auch 2 adulte und eine K1-Mantelmöwen, 2 adulte intermedius-Heringsmöwen, aber auch mind. zwei K1-Vögel und - höchst interessant - eine K2-Heringsmöwe, die immer irgendwie seltsam aussieht und noch vor wenigen Jahren als Top-Seltenheit im Binnenland im Winter galt. Mind. 3 adulte Mittelmeermöwen und mehrere K1, mind. 2 ad. Steppenmöwen und eine K2.
Dazu noch Sturm- und Lachmöwen - eine vielfältige Gesellschaft.
Jörg Hadasch hat dort vorgestern ähnliche Zahlen ermittelt.
Zum Schlafen fliegen die Großmöwen offenbar in der Dämmerung in den Mindener Hafen. Die beste Zeit in Wietersheim ist jetzt ab etwa 15 Uhr.
Eckhard Möller

07 Dezember 2006

Zwergschwäne und Rotmilan

Gestern (6. Dezember) waren bei heftigem Wind neben Tausenden von Bläßgänsen 10 Zwergschwäne (davon nur 1 junger) bei Ilvese das Beste, was die Weseraue nördlich von Petershagen zu bieten hatte. Die größte Überraschung aber war ein Rotmilan, der in der Feldflur bei Schlüsselburg jagte!
In der Windheimer Marsch konnte ich nur 1 Silberreiher finden. Bei Hävern waren 2 (unberingte) Weißwangengänse unter "1000+" Bläßgänsen. Auf einem Baggersee dort schwammen 1 Männchen und 8 weibchenfarbene Zwergsäger.
Eckhard Möller

05 Dezember 2006

Kolkrabe in Schwarzenmoor

Nachtrag: Am Sonntag, 26.11., sah und hörte mein Vater einen Kolkraben, der bei uns am Haus in einer Eiche saß. Ich selbst habe schon länger keinen mehr beobachten können, da ich seltener zu Hause bin. Aber auf meine Anfrage meinten meine Eltern, regelmäßig Kolkraben fliegen zu sehen...
Peter Niemann

04 Dezember 2006










Dieses Jahr werden scheinbar viele Kraniche versuchen, hier in unseren Breiten zu überwintern.
Hier Ausschnitte aus einer Gruppe von ca 200 Exemplaren auf einem Feld zwischen Preußisch
Ströhen und Varrel. Überhaupt nicht scheu und gut vom Auto aus zu beobachten. MfG, GSt

30 November 2006

Steppen- und Mittelmeermöwe am Steinhuder Meer

Für alle, die sie noch nicht gesehen haben: Am Steinhuder Meer sind derzeit schön nah Steppen- und Mittelmeermöwe zu sehen. In Steinhude an der Promenade direkt vor den "Strandterrassen" sammeln sich nachmittags auf dem abgebauten Anleger die Großmöwen: Silber- und Mantelmöwen sind auch reichlich da. Laut Thomas Brandt von der ÖSSM sind sie den ganzen Winter über da.
Entfernung ca. 50 Meter oder näher zum Ufer - also schön nah zur Bestimmungsübung.
Viele Grüße
Ralph Schieke

29 November 2006

Uhu

Heute gegen 17.00 Uhr rief ein Uhu im kleinen Steinbruch bei Borlefzen (Vlotho).
Tja, der Frühling kommt. J.H.

27 November 2006

Neuer Wanderfalken-Brutplatz

Unglaublich, aber wahr:
Es gibt einen weiteren Wanderfalken-Brutplatz in Ostwestfalen, der bisher nicht bekannt war!
Erwin Mattegiet, unermüdlicher Vogelschützer aus Bad Oeynhausen, hat im Kreis Minden-Lübbecke an einem hohen Industriegebäude im Flachland nördlich des Wiehengebirges einen neuen Brutplatz entdeckt. Von Mitarbeitern des Unternehmens erfuhr er, daß die Falken dort schon 2005 erstmals gebrütet haben. Im Frühjahr 2006 konnten sie die Fütterung von mindestens einem Jungvogel beobachten.
In Kürze wird dort ein geeigneter Nistkasten angebracht.
Nicht zu fassen, daß sich vor den Augen der Vogelgucker ein so spektakulärer Vogel ansiedelt - und sie merken es nicht!
Tausend Dank an Erwin Mattegiet für die unerwartete Entdeckung!
Eckhard Möller

25 November 2006

Singschwan aus Lettland

Schon gestern habe ich aus Lettland eine Email mit den Daten des mit einer blauen Halsmanschette markierten Singschwans in der Weseraue nördlich von Petershagen bekommen. Sein Code ist 1C58.
Er ist am 13. Juli 2005 von Dmitrijs Boiko vom Lettischen Naturhistorischen Museum (Riga) in einem Fischteichgebiet bei Rimzati, Bezirk Kuldiga, als Jungvogel markiert worden.
Noch bis Oktober hielt er sich dort auf. Am 24.2.2006 wurde er bei Wilhelminenhof in Brandenburg abgelesen, am 28.3.2006 dann in der Uckermark bei Gramzow, beide Male noch zusammen mit 2 seiner Geschwister.
Wo er den Sommer verbracht hat, ist bisher nicht bekannt. Die Ablesung am 22. November bei Petershagen ist der erste Fund eines lettischen Singschwans aus diesem Forschungsprojekt in Nordrhein-Westfalen, schreibt Dmitrijs Boiko. Er freut sich sehr...
Eckhard Möller

22 November 2006


Der Höckerschwan mit der gelben Halsmanschette

Der Höckerschwan mit der gelben Halsmanschette AP43 war heute zusammen mit 30 Kellegen und 3 adulten Singschwänen auf Raps in der Ilveser Marsch bei Petershagen-Ilvese. Er ist im Sommer 1998 am Alfsee bei Osnabrück beringt worden. Seitdem gibt es von ihm zahlreiche Beobachtungen aus dem Osnabrücker Raum, dem Wesertal bei Petershagen, aber auch vom Steinhuder Meer.
Eckhard Möller

Singschwan

Mein ersten Singschwan mit blauer Halsmanschette! Er stand heute mit 29 adulten Kollegen und 5 jungen Singschwänen auf Raps in der Ilveser Marsch bei Petershagen-Ilvese. Dabei waren auch noch 8 adulte und 2 junge Zwergschwäne und 8 adulte Höckerschwäne.
Man kann auf der belgischen Website cr-birding.be nachschauen, wo die Vögel farbmarkiert worden sind.
Große Freude: Er ist in Lettland beringt worden und hatte daher schon einen langen Weg bis an die Weser !!!
Wenn ich die Daten aus Lettland bekomme, werden sie hier zu lesen sein.
Eckhard Möller

Der Raps lockt die Schwäne

Heute ( 22. November) waren in der Döhrener Marsch bei Petershagen-Döhren mehrere hundert Bläß- und rossicus-Saatgänse in etwa gleichen Anteilen. Darunter 2 Weißwangengänse. Außerdem jagte dort ein adultes silbernes Kornweihen-Männchen.
In der benachbarten Ilveser Marsch lockte der Raps die Schwäne an: Insgesamt 38 adulte und 11 junge Singschwäne, 8 adulte und 2 junge Zwergschwäne und Dutzende Höckerschwäne, darunter einer mit gelber Halsmanschette mit dem Zahlencode AP43.
Von den adulten Singschwänen trug einer eine blaue lettische Halsmanschette mit dem Code 1C58 !!
Dort jagte ein Kornweihen-Weibchen.
"Tausend" fressende Bläßgänse, nur etwa 50 rossicus-Saatgänse und etliche Graugänse waren ein schönes Bild.
Eckhard Möller

Rauhfußbussard bei Levern

Am 18. November beobachtete Christopher König (Espelkamp) bei Stemwede-Levern den ersten Rauhfußbussard des Winters, Hoffentlich werden weitere folgen, obwohl es offensichtlich ein schlechtes Mäusejahr war...
Eckhard Möller

Rauhfußbussard bei Levern

Den wohl ersten Rauhfußbussard des Winters beobachtete Christopher König (Espelkamp) bei Stemwede-Levern am 18. November!
Hoffentlich werden weitere folgen, obwohl es ein offensichtlich schlechtes Mäusejahr war.
Eckhard Möller

20 November 2006


Silberreiher

5 der 11 Silberreiher, die heute (19. November) in strömendem Regen in der Windheimer Marsch ausharrten.
Eckhard Möller

19 November 2006

Später Flußuferläufer

Heute (19. November) trippelte im strömenden Regen ein später Flußuferläufer an der Wasserkante des großen Baggersees bei Minden-Meißen. Leider war es kein amerikanischer Drosseluferläufer...
Auf dem angrenzenden Surfsee schwammen mind. 31 Pfeifenten und 3 Paare Schnatterenten.
Auf der Schweineweide bei Petershagen-Jössen ruhte eine adulte Steppenmöwe unter mind. 40 Silbermöwen und vielen Sturmmöwen.
In der Windheimer Marsch bei Petershagen-Windheim war noch ein Waldwasserläufer aktiv! Insgesamt 11 Silberreiher dort waren ein netter Anblick.
In der Döhrener Marsch stand ein einsamer Silberreiher in der Ackerflur; mind. 60 Goldregenpfeifer liefen zwischen 1000+ Kiebitzen herum.
Sonst war nur grauseliges Wetter...
Eckhard Möller

09 November 2006




Heute (09.11.06) im Rehdener Geestmoor gab es einige hundert Kraniche nebst Besuch zu sehen.

GSt

Bilder von GSt (c).

05 November 2006


Der erste Zwergschwan ist da!
Fast bis zum Hals im Raps stand heute ( 3. November) der erste Zwergschwan des Herbstes in der Marsch bei Petershagen-Heimsen. Er sah gesund und fit aus, war allerdings ohne Partner. Mit ihm fraßen dort Dutzende Höcker- und 10 adulte Singschwäne.
Bei Schlüsselburg waren 4 adulte und ein junger Singschwan, bei Hävern 2 adulte. Die Zahl der weißen Nordländer wächst offensichtlich von Tag zu Tag.
In der Feldflur bei Döhren waren 2 Weißwangengänse unter "1000" Bläßgänsen.
Eckhard Möller
Ein junger Merlin
Ein junger Merlin hatte heute (1. November) offensichtlich wenig Erfolg bei der Jagd auf Feldlerchen in der Döhrener Marsch bei Petershagen-Döhren. Bemerkenswert waren dort ein Trupp von 24 Weißwangengänsen, die abseits von Hunderten anderer Gänse fraßen, und 3 einsamen Goldregenpfeifer mit traurigen Rufen unter Hunderten von Kiebitzen. In der Windheimer Marsch jagten 3 Silberreiher. IAuf dem großen Sandgrubensee am Abzweig nach Windheim rastete eine adulte Mittelmeermöwe.
Sonst massenhaft Regentropfen und stürmische Winde...
Eckhard Möller

03 November 2006

Schwarzenmoor: Bergfinken, Kraniche

Heute Vormittag suchte ein äußerst beschäftigter Trupp von etwa 30 Finken bei uns auf dem Rasen unter Eichen nach Nahrung. Unter ihnen neben Buchfinken mind. 5 Bergfinken! Gestern Abend (2.11.) gegen 19:00Uhr waren bei teils sternklarer Nacht über dem Bramschebachtal/Dornbergerheide Kraniche zu hören. Sehr weit, daher auch keine Schätzung der Truppstärke möglich. Peter Niemann

30 Oktober 2006


Kraniche
Am 29.10. um 10.00 Uhr 2 Trupps Kraniche (insgesamt ca. 50) über Besenkamp, um 11.00 Uhr über Enger Bruch 1 Trupp (siehe Bild, 33 Expl.).
Uff

29 Oktober 2006

Kraniche über Oetinghausen

Heute, 29.10.2006 ca. 11 Uhr ... ca 40-50 Kraniche Kreisend über der
Oetinghauser Heide ... dann nach Bielefeld abziehend. LG, GSt.



Die ersten Singschwäne sind da!
Heute ( 28. Oktober) fraßen 2 adulte Singschwäne in der Feldflur von Petershagen-Schlüsselburg zusammen mit 12 Höckerschwänen an Raps. Weitere Winterboten in der Weseraue dort waren weit mehr als 1000 Bläßgänse (viele Jungvögel dabei!), 2 Weißwangengänse und viele Graugänse. Ungewöhnlich waren insgsamt 31 Pfeifenten auf dem Surfsee bei Minden-Meißen. In der Windheimer Marsch waren insgesamt 12 Löffelenten, davon 5 Männchen. 2 Silberreiher ebenfalls dort. (Bild folgt)
Eckhard Möller

25 Oktober 2006


Rätselente
Heute (25. Oktober) konnte ich die "Rätselente" auf den Lemgoer Klärteichen endlich bei gutem Licht fotografieren.
Wenn man bei google.de 'Löffelente' eingibt, findet man in dem gesamten Bildarchiv nicht ein einziges Foto, das so ein seltsames Übergangskleid zeigt. Im Herbst scheint niemand Löffelenten zu fotografieren...
Eckhard Möller

24 Oktober 2006

Weißstorch in Südlengern

Auf Hinweis von Karl Meyer, Bünde, erfuhr ich von dem Weißstorch, der sich seit einigen Tagen in Südlengern am Brandbach nahe der Else aufhält. Er hat zwei Ringe, ist wenig scheu und wurde noch nicht fliegend gesehen. Der große Ring lässt sich fast mit dem Spektiv ablesen (76, irgendwas mit 76); ich vermute aber , dass es beides Züchterringe sind.
Klaus Nottmeyer-Linden

23 Oktober 2006

Weiße Reiher im Wesertal

Erwin Mattegiet (Bad Oeynhausen) berichtete, er habe von einem Angler erfahren, daß gegen Ende der vergangenen Woche mehrfach Trupps von 4 bzw. 8 "Seidenreihern" im Wesertal beim Drachenflieger-Landeplatz Porta hinter dem Angelteich Gut Weddigenstein gesehen worden seien.
Da Seidenreiher immer noch zu den Top-Seltenheiten im nördlichen Westfalen zählen, gehe ich mit sehr großer Sicherheit davon aus, daß es weiße Silberreiher waren.
Trotzdem sollte dort mal nachgeschaut werden.
Eckhard Möller

21 Oktober 2006

Rätselente in Lemgo

Am 18. Oktober entdeckte Frieder Morgenstern (Blomberg) auf den großen Teichen an der Lemgoer Kläranlage eine rätselhafte, aktiv gründelnde Ente, die er mit dem Fernglas nicht bestimmen konnte. Erst am nächsten Tag konnte er sie mit Hilfe eines Spektivs genauer studieren. Kleiner als die zahlreichen Stockenten, größer als die anwesenden Krickenten, ziemlich rostige Flanken, am auffälligsten aber ein merkwürdiger weißer hochgestellter "Halbmond" im dunklen Gesicht. Brust bräunlich-fleckig etc. Nach Literaturstudium kam er zu dem aufregenden Ergebnis: Blauflügelente!
Als ich die Mail, die er mir sofort geschickt hatte, gestern las, war klar, daß ich nachmittags sofort dorthin mußte.
Ich benachrichtigte Dieter Schmidt-König, Christopher König und Florian Herzig, und gemeinsam versuchten wir am Nachmittag, sie zu finden. Das gelang auch recht schnell, aber wegen des dichten Buschwerks um die Teiche und wegen der großen Aufmerksamkeit der anwesenden Enten konnten wir sie nur sehr unbefriedigend für wenige Sekunden auf dem Wasser sehen, bevor sie mit den Stockenten abflog. Sie kreiste dann noch in dem großen Pulk mehrfach über uns, verschwand dann aber endgültig.
Wir völlig irritiert: Was war das? Uns war ziemlich schnell klar, daß es keine Blauflügelente sein konnte, aber was dann? Weiße Unterflügel, auf der Oberseite ein weißer Streifen, mehr war eigentlich nicht zu sehen.
Auch Literaturstudium zu Hause brachte kein Ergebnis, nichts paßte.
Heute morgen noch im Dunkeln war ich wieder an der Kläranlage, konnte mich im Morgengrauen günstig in den Büschen mit recht freier Sicht verbergen und warten. Ich fand die Rätselente dann 30-40m vor mir bei der Nahrungssuche und konnte jede Feder studieren.
Das Ergebnis: Es war eine männliche Löffelente, die ins Prachtkleid mausert. Dieses seltsame "Übergangskleid" mit der merkwürdigen weißen Halbmondsichel im dunklen Gesicht ist in keinem der gängigen Bestimmungsbücher abgebildet und daher weitgehend unbekannt.
Im Kosmos-Buch von Svensson ist ein wenig davon zu ahnen, wenn man das "Männchen im SK" anschaut, aber die rostigen Flanken und der dunkle Kopf fehlen natürlich.
Wegen des geringen Lichts konnte ich leider keine Fotos machen, werde das aber versuchen nachzuholen.
Viel gelernt...
Eckhard Möller
 

16 Oktober 2006

Feldlerchen, Kraniche, Rotmilan

Am Mittwoch, 11.10., hielten sich in Schwarzenmoor am Nordhang der Egge etwa 100 Feldlerchen auf. Es tauchten immer mehr auf, war aber anscheinend keine andere Art dabei. Am Samstag, 14.10., hab ich in Exter über dem Solterberg etwa 20 Kraniche fliegen sehen. Es waren meine ersten diesen Herbst. Am Sonntag kreiste etwa über Löhne/Schwarzenmoor Truppenübungsplatz ein Rotmilan. Peter Niemann

10 Oktober 2006


Wanderfalke

Noch viel lernen muß dieser junge Wanderfalke, der heute (10.Oktober) im Rehdener Geestmoor bei Wagenfeld erfolglos versuchte, Krickenten zu erbeuten. Wegen seiner vor allem im Flug auffallenden Größe ist es wohl ein junges Weibchen, das Lust auf Entenfleisch hatte. Fast bei jedem Besuch dieses Moorgebietes in den letzten 2 Monaten konnten wir hier Wanderfalken beobachten. Heute waren über 100 Krickenten allein auf der großen zentralen Schlammfläche.
Eckhard Möller

07 Oktober 2006

Silberreiher und Berghänflinge

Eine kurze Tour die Weser abwärts Richtung Petershagen brachte heute 8 Silberreiher in der Windheimer Marsch! Der Winter wird sicher für unseren Bezirk neue Rekordzahlen dieser schneeweißen Schönheiten bringen.
In der Feldflur bei Petershagen-Ilvese trieb sich ein Trupp von 25-30 Berghänflingen auf einem Stoppelacker herum. Leider machte ein Landwirt mit seinem Traktor meine Foto-Versuche zunichte.
Ob Berghänflinge bei uns tatsächlich so selten sind, wie die sehr geringe Zahl der Meldungen vermuten läßt?
Eckhard Möller

25 September 2006

Fischadler an der Weser

Fischadler an der Weser

Am 24.9.2006 gegen 14 Uhr überflog ein Fischadler den "Radlertreff" am
östlichen Weserufer . Er liess sich dann einige Minuten in einer Kiefer
auf dem hohen Ufer nieder und war dort gut zu beobachten. Auf dem Weg
weseraufwärts wurde er dann kurzzeitig spielerisch von einem Turmfalken
attackiert, bevor er aus dem Blickfeld verschwand.
Carsten Cordes

23 September 2006

Fichtenkreuzschnäbel im Stuckenberg

Der Herbst kommt:
Am 20. September flogen nahe dem Herforder Bismarckturm auf dem Stuckenberg 1x6 und 1x3 Fichtenkreuzschnäbel laut rufend über den Wald. Bei dem kleineren Trupp war mindestens ein wunderbar rotes Männchen.
E.M.

Steinkauz-Bilanz 2006

Langsam, aber stetig nimmt die Zahl der im Kreis Herford brütenden Steinkäuze zu - vor allem wohl wegen der intensiven Betreuung und Förderung durch Erhard Nolte (Rödinghausen) und seine Mitarbeiter der Steinkauz-Gruppe. In diesem Jahr waren es immerhin 8 Brutpaare, von denen 6 erfolgreich waren.
Das sind Zahlen, von denen wir vor wenigen Jahren noch nicht einmal zu träumen wagten...
Wie nicht anders zu erwarten, ist aber der Hauptteil der kleinen Population akut bedroht durch die aberwitzigen Pläne, eine neue Landstraße L557n von Enger aus am Werfener Bruch vorbei quer durch die Wiesen unjd Weiden der Elseaue zur Autobahn A30 zu bauen. Es gibt halt immer noch reichlich betonkranke Politiker, die so etwas forcieren.
 
Riesen-Dank und Lob an Erhard!
E.M.

22 September 2006

UHU in Enger

Uhuspuren mitten im Kreis Herford

Erst jetzt komme ich dazu, diese Meldung zu bearbeiten:
Am 28.06.2006 fand der FÖJ der Biologischen Station Ravensberg, Thorsten Häver, eindeutige Spuren eines Uhu in der Sandgrube bei Enger-Döhren, als er (der FÖJ) den Eisvögeln hinter her stellte.
Das Gewölle ist riesig, an die 10 cm lang und enthält große Schädelknochen, mutmaßlich Igel.
Dazu kommen zwei Federn, die ziemlich eindeutig dem Uhu zuzuordnen sind.
Dies lässt den Verdacht aufkommen, der Uhu sitzt irgendwo mitten im Kreis Herford, vielleicht sogar brütend!
Allen Ornis im Kreisgebiet: Augen - und Ohren - auf!

Klaus Nottmeyer-Linden

18 September 2006

Stallpflicht

Rastvögel und Geflügelpest - ein Thema auch im Kreis Herford

Das Veterinäramt des Kreises Herford hat nach Rücksprache mit Klaus Nottmeyer-Linden den Weserraum in Vlotho als Risikozone eingestuft. Dort darf ab dem 1.10.06 kein Geflügel mehr offen gehalten werden.
Das Gebiet ist wie folgt begrenzt: Im Norden durch den Höferweg, die Buhnstraße, den Borlefzener Kirchweg und die Rintelner Straße, im Westen und Osten durch die Kreisgrenze (Weser) und im Süden durch die parallel zur Weser verlaufende Weserstraße.
In der Zeitung wird der Leiter der Biologischen Station im Kreis Herford so zitiert: "Ziehende Schwäne, Gänse und Enten werden vor allem von aus der Luft gut sichtbaren größeren Wasserläufen und -flächen angezogen".
Allerdings wissen wir, dass nicht nur die Weserregion für Zugvögel attraktiv ist, sondern auch das Tal der Werre und vor allem die Elseaue westlich von Bünde mit dem Hücker Moor. Hier wurde aber vorerst kein Risikogebiet ausgewiesen. Die Biologische Station bittet daher alle ornithologisch Interessierten, Beobachtungen von Ansammlungen von Wasservögeln insbesondere aus diesen beiden Bereichen zu melden, am besten per Email unter info@bshf.de.
Sollten sich hier größere Ansammlungen bilden und sich auch während der kommenden Wintermonate dort länger aufhalten, muss die Begrenzung der Risikogebiete möglicherweise überdacht werden.

Klaus Nottmeyer-Linden
Biologische Station Ravensberg im Kreis Herford e.V.
Homepage: www.bshf.deG

17 September 2006

Krabbentaucher im Kreis Herford?

Vor wenigen Tagen erhielt ich von Klaus Nottmeyer-Linden (Biologische Station Ravensberg) ein hochinteressantes Dokument mit einem aufregenden Inhalt:
Am 28.10.2005 wurde dem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe in Detmold ein toter "vermutlich Arktischer Krabbentaucher" von der Tierklinik Quernheim (Kirchlengern) eingeliefert mit der Bitte, im Zeitalter der Vogelgrippe die Erkrankungs- und Todesursachen festzustellen. Als Todesdatum ist der 26.10.2005 eingetragen.
Pathologische und virologische Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf die Todesursache.
Auch wenn es mit den Artenkenntnissen von Tierärzten, zumindest was Wildvögel angeht, in der Regel nicht allzuweit her ist, so sind Krabbentaucher doch nicht ganz so leicht mit anderen Arten zu verwechseln. Es spricht also einiges dafür, daß es tatsächlich einer war.
Im Herbst 2005 war ein großer Einflug von Krabbentauchern in die Nordsee mit zahlreichen Beobachtungen an den deutschen Küsten und sogar in Häfen...Vielleicht hat es diesen Vogel hier ins Binnenland verschlagen, wo er vermutlich verhungert ist.
Selbstverständlich wäre das eine für den Kreis Herford neue Vogelart und erst der zweite Nachweis für unseren Regierungsbezirk nach einem Fund bei Spexard am 14.7.1971!
Die Recherchen sind angelaufen:
War es tatsächlich ein Krabbentaucher?
Wo ist er gefunden worden?
Wer hat ihn gefunden?
Sobald wir etwas herausbekommen haben, wird das auf dieser Seite zu lesen sein.
E.M.
 
 
 

15 September 2006

Silberreiher am Hücker Moor

Gestern abend (14.September) beobachtete Herr Strathmann (Spenge) in den Wiesen am Südrand des Hücker Moors insgesamt 4 Silberreiher! Das ist neuer Kreisrekord!
Heute morgen waren dort noch 2 zu sehen, heute nachmittag einer.
(Klaus Nottmeyer-Linden per Telefon.)
Der Herbst kommt - und damit auch die Silberreiher...
E.M.

09 September 2006

Pfeifenten und Baumfalke Windheim

Gestern (8.9.2006) waren in der Windheimer Marsch bei Petershagen-Windheim neben anderen Wasservögeln 4 männliche Pfeifenten (!), 65 Krickenten, 1 Grünschenkel und ein Baumfalke bei der erfolgreichen Jagd auf Großlibellen zu beobachten.
E.M.

05 September 2006

Weißstörche-Situation 2006

Dr. Alfons Bense, der Storchen-Mann aus Windheim, hat soeben einen umfangreichen Bericht über den Verlauf der Brutsaison 2006 bei den Weißstörchen im Kreis Minden-Lübbecke zusammengestellt.
1990 waren es im ganzen Kreis nur noch 3 Brutpaare. 2006 dagegen besetzten 21 Paare einen Horst, darunter waren 3 neue. Das sind zwei mehr als im Rekordjahr 2004 und etwa Gleichstand mit den 1930er Jahren!!
Die Neuen waren:
- 1 Brutpaar in Hävern, das Stress bekam mit dem Windheimer Paar
- 1 weiteres Brutpaar in Heimsen
- 1 Brutpaar bei Costedt - damit erstmals seit 100 Jahren eine Weißstorchbrut auf dem Gebiet von Porta Westfalica südlich des Wiehengebirges!!
 
Das extrem naßkalte Wetter in der zweiten Mai-Hälfte war wohl der Grund, dass 8 Brutpaare ihre Brut verloren; mindestens 21Jungvögel starben.
In 2006 flogen nur 22 Jungvögel aus. Der Gesamtbruterfolg von 1,05 sei damit "erschreckend niedrig".
 
Tausend Dank an Dr. Alfons Bense für die großartige Arbeit, die er und die Storchenbetreuer leisten!
 
Eckhard Möller

Herford, Stuckenberg: Baumfalke; Schwarzenmoor: Flußuferläufer

Am 2.9. schoss ein Baumfalke im Herforder Stuckenberg am Bismarckturm vorbei.
In der Nacht von gestern auf heute gegen 2:30Uhr rief bei sternklarem Himmel ein ziehender Flußuferläufer auf Höhe "In der Kuhle"/"An den Teichen". Peter Niemann