Es werden immer mehr Graureiher, die das Enger Bruch anfliegen. Heute Morgen habe ich dreizehn gezählt. Hat irgendjemand andere Zahlen? Und woher kommen die plötzlich alle?
Michael Hellwig
Es werden immer mehr Graureiher, die das Enger Bruch anfliegen. Heute Morgen habe ich dreizehn gezählt. Hat irgendjemand andere Zahlen? Und woher kommen die plötzlich alle?
Michael Hellwig



Flußseeschwalben
(Beobachter: Phillip Aufderheide, Thomas Weigel)
Thomas Weigel
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Hallo Thomas,
wie ich sehe ist deine Frage vom 14. 06. hier noch nicht beantwortet worden. Also: nicht nur Nachtigallen singen nachts! Auch viele andere Arten nutzen die ruhigen Stunden um sich Gehör zu verschaffen. Z.B. Drosseln und Grasmücken (selten) oder Schwirle und Rohrsänger (häufig). Als ich in Borgholzhausen gewohnt habe, sang ein Sumpfrohrsänger 100 Meter von unserem Schlafzimmerfenster entfernt, manchmal die ganze Nacht. Er war gut zu hören und sorgte für angenehme Träume. Tagsüber sang er auch, war dann aber im Garten wegen der vielen anderen Geräusche kaum zu hören.
Viele Grüße Dirk
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Irgendwie lässt es mir ja keine Ruhe und jetzt gibt es auch noch einen Sumpfrohrsänger im Werfer Bruch der den Wachtelschlag imitiert. Folgende hoffnungsvolle Worte konnte ich noch finden:
1. Sind die Männchen mit einem Weibchen verpaart, stellen sie ihre Rufaktivität ein.
2. Nach Brutbeginn löst sich die Partnerschaft zwischen Männchen und Weibchen. Die Männchen werden dann vom Brutort vertrieben und beginnen an anderer Stelle wieder erneut mit dem Reviergesang.
Vielleicht findet sich in diesem Jahr ja doch noch eine Brut.
Markus Stäritz
Heute Nachmittag kreiste eine weibliche Rohrweihe über dem Sieler Holz. Später jagte sie über den angrenzenden Feldern. Von der Färbung her hätte es das selbe Individuum gewesen sein können welches Anfang Mai vermehrt im angrenzenden Gebiet Werfen/ Hücker von mir beobachtet wurde. Der Gelbanteil beschränkte sich so ziemlich ausschließlich auf Stirn und Kehle.
Markus Stäritz
Werfer Bruch. Der Wachtelkönig rief auch heute Nachmittag noch, die Wachteln rufen leider seit einer Woche nicht mehr. Waren wohl nur Durchzügler.
Markus Stäritz
- Feldhase
- Bisamratte
- Wanderratte
- Igel
- 1 Fledermausart (vermutlich Großer Abendsegler)
- (leider nur äußerst kurz) einen Marderartigen, der dem flüchtigen Eindruck nach entweder ein Iltis oder ein Mink war.
Für zwei Abende keine so üble Quote, oder?
Malte Reineke
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Wenn die Information meiner Literatur stimmt und weibliche Waldwasserläufer tatsächlich bereits im Juni in die Winterquartiere ziehen, sind die zwei Individuen, die ich heute Morgen im Enger Bruch beobachten konnte (in einer "Pfütze" rechts neben den "Pachtteichen"), vielleicht doch kein so völlig unzeitgemäßer Besuch. Außerdem zu sehen: 1 Krickente (♂), 2 Reiherenten (♂), 1 Rohrweihe (♀ mit sehr "fleckiger" cremefarbener Färbung von Kopf und Armdecken). Die jungen Kanadagänse legen sich so langsam auch die typische Kopffärbung zu.
Michael Hellwig
Thomas Weigel
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Werfen/Siele/Hücker. Letzte Woche, am 10. Juni, war der Stichtag für den Brutbeginn vom Baumfalken in Mitteleuropa. Nachdem das Paar an diesem Tag nochmals bei Flugspielen und Kopulation beobachtet werden konnte, sprechen nun die Einzelbeobachtungen des Männchens (u.a. jagend am Hücker Moor) eine deutliche Sprache. Wenn alles gut läuft, können wir im August den Nachwuchs bewundern!
Markus Stäritz
Auf der Fläche hinter Windheim zur Weser hin (wo die Pferde weiden) dann
noch:
Waldwasserläufer 5
Rotschenkel 1
Kiebitz ca. 30
Austernfischer 5
Silberreiher 1
Beste Grüße Thomas Tietz, Bielefeld
Uferschnepfe
Nach mehr als 40 Jahren gab es in 2008 wieder eine Brut der Uferschnepfe im Kreis Paderborn. Wie kaum anders zu erwarten ist
fand die Brut im Wasservogelreservat "NSG Steinhorster Becken " statt. Leider ging das Gelege nach kurzer Bebrütung verloren.
Bruten des Weißstorch im Paderborner Land
Nach mehr als 50 jähriger Abwesenheit nistete im Jahr 2007 erstmals wieder ein Paar des Weißstorch im Kreis Paderborn. Drei Jungvögel konnten mit ihren Eltern im Herbst die Brutheimat bei Delbrück-Ostenland verlassen. Bemerkenswerter Weise sind es in diesem Jahr bereits 5 Paare, die zurzeit alle ihre Jungvögel aufziehen.
Seeadler in der Senne
Die (nachweislich) seit Dez. 2006 im Paderborner Land anwesenden Seeadler sind immmer noch da. Allein im Juni 2008 wurden der Biostation/ALA e.V. aktuell 8 Meldungen übermittelt. Ein Horst konnte bislang nicht gefunden werden, es kam offenbar auch noch zu keinem Brutversuch. Interessierte Beobachter sollten sich bei der Suche nach den Adlern Bitte absolut zurück halten. Sicherste Beobachtungsorte, wenn auch nur gelegentlich sind die Abgrabungsfolgelandschaft der Lippeniederung, insbesondere der Lippesee bei Paderborn-Sande und das Wasservogelreservat"NSG Steinhorster Becken".
Herbert Wolf, Biologischen Station/ALA e.V
Thomas Weigel
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Von Siegfried Baron (Hiddenhausen) erhielt ich gerade die Nachricht, dass er heute in der Mittagszeit an der Ortgrenze zwischen Herford-Herringhausen und Oetinghausen über dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Nagel (in der Nähe des Kreisverkehrs Engerstr./Birkenstr.) einen Rotmilan beobachtet hat. Pass doch gut zu dem großen Artikel in der heutigen "Neuen Westfälischen" zum Tag der Artenvielfalt, in dem Klaus Nottmeyer-Linden u.a. mit dem Hinweis auf die starke Bedrohung des Rotmilans zu Wort kommt.
Michael Hellwig
Werfer Bruch. Heute abend gegen 19.15 Uhr konnten beide Baumfalken (ein Falke auf Suchbild) im Gebiet beobachtet werden. Sie verweilten einige Zeit auf ihrem Hochspannungsmast, danach zerfetzten sie highspeedmäßig die Luft. Krasse Geschosse!
Markus Stäritz
Liebe Grüße
Thomas Weigel
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Den tollen Beobachtungen zu Ehren hat die Wochenzeitung "Das Parlament" - hrsg. vom Deutschen Bundestag - am 2. Juni 2008 das Gebiet bei Herford einer Reportage über die UN-Konferenz in Bonn vorangestellt - das ist doch was. oder? Zu finden unter: http://www.das-parlament.de/2008/23/Thema/20655867.html
Klaus Nottmeyer-Linden (der von einer Redakteurin dieser Zeitung bei der Tagung ausgefragt wurde)
Das Füllenbruch gab heute morgen (fast) alles! Bei einer Erfassung im Arbeitsprogramm der Biologischen Station hörte ich ab 4:30 Uhr erstaunliche drei Wachtelkönige zwischen den großen Teichen! Sie riefen sehr standortreu an die zwei Stunden lang. Unterlegt wurden ihre Rufe durch das Sirren des Feldschwirls. Wenig später kam ein sehr schön singender Gelbspötter an der Kleinbahntrasse dazu. Und zum krönenden Abschluss zeigten sich beide Rohrweihen - genau da, wo ich sie schon vor zwei Wochen gesehen hatte. Kurz darauf jagten beide über den gemähten Wiesen westlich der Ziegelstraße. Ein sehr erfreulicher Morgen im Füllenbruch! Klaus Nottmeyer-Linden
Werfen/Hücker. Heute morgen jagte eine weibliche Rohrweihe im Suchflug auf dem Ohrhagen. Später kreiste sie zusammen mit einem Rotmilan hoch über dem Elsetal. Einmal mit spielerischem Abkippen aus großer Höhe. Erkennbar waren bei dem grau und zerfleddert wirkenden Tier Handschwingenmauser und ein stark ausgedehnter Gelbanteil auf Schultern und Flügeldecken, sowie Kehle, Oberkopf und Nacken.
Es war definitv ein anderes Individuum als jenes junge schokoladenbraune mit ausschließlich cremeweißer Kehle und Oberkopf, welches sich Anfang Mai fast eine Woche im Raum Werfen/Hücker aufhielt.
In diesem Jahr konnte ich aber leider noch keine männlichen Rohrweihen beobachten, außer einem Richtung Nordost durchziehenden Männchen Mitte April hoch über dem Hücker Moor.
Markus Stäritz
Daß das Rebhuhn auf dem Ohrhagen in für den Kreis HF verhältnismäßig sehr hoher Dichte vorkommt war mir bekannt, umso mehr freut es mich jetzt, auch von dort zwei rufende Wachteln vermelden zu können. Plus weiterhin mindestens einen Rufer im Werfer Bruch.
Anbei einige interessante Sätze aus der Avifauna von Westfalen:
1. Als Brutbiotop wählt sie Klee- und Wintergetreidefelder, besonders Weizen-, aber auch Roggenfelder. Damit decken sich ihre Umweltansprüche weitgehend mit denen der Grauammer, und sehr häufig bewohnen beide Arten dieselben Bereiche.
2. Bei allen Feststellungen über die Siedlungsdichte ist zu berücksichtigen, dass die sehr heimliche, schwierig zu beobachtende Art polygam lebt und dass die Männchen sehr stark überwiegen. Ein Rückschluß von rufenden Männchen ist jedoch die einzige Möglichkeit für quantitative Untersuchungen.
3. Der Zug reicht bis in den Juni hinein.
Hostkotte beschreibt das letzte ihm bekannte Brutvorkommen in Löhne folgendermaßen:
11.6.59 in einem Haferfeld von Gut Haus Beck (juv. werden geführt), daneben gemischte Getreidebestände und kleine Ödländereien (reichlich Unkrautsämereien und gute Deckung), an die Bruchwiese (Grauammerbiotop) angrenzend.
Markus Stäritz
Werfer Bruch. Gegen 9.30 Uhr kreiste das Paar längere Zeit ausgiebig in der Thermik über dem Gebiet, wobei der Größenunterschied zwischen den Geschlechtern gut zu sehen war. Sie verjagten zudem auffallend aggressiv einen Turmfalken.
Markus Stäritz
Malte Reineke
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