26 Juni 2009

Ei wie fein!

Die Frauen des Padaung-Stammes aus Birma (Myanmar) tragen Messingringe als Halsschmuck, die bewirken, dass der Hals länger aussieht. Allerdings wird nicht der Hals gestreckt, Schlüsselbeine und Schulterblätter werden nach unten gedrückt. Das funktioniert aber nur, wenn im Kindesalter mit dem Aufbau begonnen wird.

Zwei Nilgänse am Obersee sind offensichtlich aus dem Kindesalter heraus, der Hals wird wohl kaum auf "Kanadaganslänge" gestreckt. Außerdem handelt es sich zumindest bei "1H" um einen Ganter, wie dem Bild zu entnehmen ist.

Genug gelästert. Eine Halsmarkierung ist für die Ablesung zweifelsohne sehr komfortabel und bei entsprechend langen Hälsen auch durchaus vertretbar, doch hier scheint man etwas zu weit gegangen zu sein. Im Zeitalter guter Ferngläser, Spektive und langer Brennweiten für SLR`s sollte den Vögeln eine solche Behinderung erspart bleiben, hin und wider werden sie zur Ablesung schon an Land kommen. Einen Schönheitswettbewerb gewinnen sie damit auch nicht.

Gruß Eckhard Lietzow
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www.lietzow-naturfotografie.de
eckhard.lietzow@gmx.de

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2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Auch sog. Vogelschützer machen Fehler!! Gestehen Sie das auch ein?? Für Birder gut, für den Ganter auch?? Dem Kennzeichner würde solch eine Markierung auch gut stehen!

Anonym hat gesagt…

Ich glaube nicht, dass das ein Fehler ist! Wir dürfen nicht vergessen, dass die Nilgans als Neozoe hier nicht heimisch seien sollte und extrem aggresiv andere Arten verdrängt! Für das Tier nicht angenehm, aber für die Forschung wichtig! Gruß
Jörg Hadasch