Auch heute hielt sich der weibchenfarbene Kappensäger auf dem Emssandfang oberhalb des Steinhorster Beckens auf. Beim Landgang war ein blauer Ring am rechten Bein zu sehen.
MfG
Manfred Kolleck
Auch heute hielt sich der weibchenfarbene Kappensäger auf dem Emssandfang oberhalb des Steinhorster Beckens auf. Beim Landgang war ein blauer Ring am rechten Bein zu sehen.
MfG
Manfred Kolleck
Auf einem Stoppelacker mit einer kleinen Senke auf dem Plateau liefen mehrere Mornellregenpfeifer. Sie waren gefühlt am Horizont und mit dem Fernglas waren nur kleine sich bewegende Punkte erkennbar. Sie sind hervorragend getarnt – wenn sie sich nicht bewegen oder rastend in den Furchen sitzen sind sie gar nicht zu sehen. Sobald man näher kommt, ändern sie die Laufrichtung um mit Sicherheitsabstand vorbeizuziehen. Ein halbwegs vernünftiges Bild zu machen ist gar nicht so einfach, denn wenn man es endlich mal geschafft hat etwas näher ranzukommen schauen sie meist demonstrativ weg oder präsentieren nur das Hinterteil…
Mit großer Freude haben wir Ornithologen der Warburger Börde in diesem Jahr die Brut der seltenen Wiesenweihe an einem naturnahen Brutplatz geschützt. Vielen Ornis wurde bewußt, wie viele Bemühungen notwendig sind, um die Bodenbruten dieser seltenen Greifvogelart zu schützen.
Noch im Frühjahr 2018 mussten wir um den Ornithologen und Weihenschützer Herbert Schröder aus Borgentreich trauern.
Am 22.08.2018 ist nun Doris Glimm aus Lippstadt durch einen tragischen Unglücksfall plötzlich und unerwartet verstorben. Dies hat uns zutiefst erschüttert.
In enger Zusammenarbeit mit Theodor Trendelkamp und Werner Prünte hat Doris Glimm ab den 1970er Jahren den Weihenschutz in der Soester und Warburger Börde systematisch betrieben und Wiesen- und Rohrweihen vor dem Aussterben gerettet. So entwickelte sich der Wiesenweihen-Brutbestand nachfolgend in der Hellwegbörde auf über 40 Paare. Dies war in den 1990er Jahren eines der bedeutendsten Brutvorkommen in Deutschland.
Nur ein mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnetes Kapitel in ihrer umfangreichen Naturschutz-Vita. Nicht erlahmende Neugier und Kenntnisse in fast allen Bereichen der Fauna und Flora zeichneten sie aus: Ob Ackerwildkräuter, Mollusken oder Wildbeobachtungen im Solling. Jede Austausch war eine Freude.
Am Emssandfang oberhalb des Steinhorster Beckens kam mir heute eine kleine tauchende "Ente" vor die Linse: Größe zwischen Krick- und Stockente, überwiegend braun, Bauch weiß, Schnabel mit leicht gebogener Spitze, Schwanzfedern "struppig". Auf Anhieb nicht zu identifizieren. Nach längerer Recherche handelt es sich wahrscheinlich um einen jungen weibchenfarbenen Kappensäger, bei dem die Haube noch nicht so ausgebildet ist wie bei einem ausgewachsenen Tier. Sicherlich ein Zooflüchtling.
MfG
Manfred Kolleck
Etliche Singvögel sind auf dem Zug. Heute in Halle - OT Hörste: 1 Gartenrotschwanz, 2 Grauschnäpper und 1 Trauerschnäpper, viele dicht über den Wiesen jagende Rauchschwalben und Mehlschwalben.
Bilder: Grauschnäpper mit Hartriegelfrucht, 1 juvenile Rauchschwalbe.
A. Bader
Bei stark bewölktem Wetter mit einigen Nieselschauern an der Weser: Der Grünschenkel war die ganze Zeit auf Fischfang, wobei er schnell im flachen Wasser laufend mit seinem Schnabel hin- und herschwenkte (wie ein Löffler). Dabei war er sehr erfolgreich und holte eine größere Anzahl kleiner Fische heraus, die er zumeist blitzschnell verschlang. Die Flussuferläufer kamen sehr spät herein und wurschtelten dann pausenlos im Uferbereich.
Mittlerweile sind viele Reiher an der Weser eingetroffen: Wobei es fast so ausschaut, dass die Silberreiher in der Überzahl sind (min 20 Graureiher und min 30 Silberreiher anwesend). Daneben in der Umgebung weiterhin ein Rehbock, der eine Ecke mit nicht vertrocknetem Bewuchs eingenommen hat.
Nun ist es sicher: das Usutu-Virus hat Ostwestfalen erreicht!
Bereits Anfang August wurden im Bereich Steinhagen (Kreis Gütersloh) mehrere verendete Amseln und eine Misteldrossel aufgefunden. Schon vorher war das apathische Verhalten einiger Tiere aufgefallen. Da sich sofort der Verdacht auf eine Erkrankung durch das Usutu-Virus aufdrängte, habe ich eine frisch verendete Amsel an das Veterinäramt Gütersloh weitergegen. Nun kam das Untersuchungsergebnis vom Veterinäruntersuchungsamt aus Detmold und der Verdacht wurde bestätigt: die Amsel ist durch eine Infektion mit dem Usutu-Virus gestorben.
Ein zunächst apathischer, dann verstorbenen Eichelhäher aus Bielefeld-Ummeln wird zur Zeit durch das Veterinäramt untersucht.
Leider kann man gegen diese Virus-Infektion, die durch Mücken übertragen wird, gar nichts tun, sondern nur hoffen, dass sich unsere Vögel schnell immunisieren.
Weitere wichtige Informationen zur Krankheit und auch eine Meldemöglichkeit für erkrankte bzw. verstorbene Tiere gibt es auf der NABU Homepage unter https://www.nabu.de › Tiere & Pflanzen › Vögel › Gefährdungen › Krankheiten
Viele Grüße,
Bernhard Walter
Biologische Station Gütersloh/Bielefeld e.V.
Juv Brachvogel (mehrere anwesend wobei sie sehr gut getarnt waren und zudem sehr scheu)
Neuntöter
Rehbock
Turmfalke
Eine Versammlung von zahlreichen Krähen und Dohlen auf der benachbarten Wiese (Verl-Sende) flog plötzlich und zunächst ohne ersichtlichen Grund auf und kreiste laut lärmend um die umstehenden Eichen. Dann konnte ich die Ursache des Aufruhrs hinter der Hausecke entdecken: Ein Habicht hatte eine Krähe erwischt und hielt sie am Boden fest. Leider fühlte sich der Greif durch meine (durchaus vorsichtige) Annäherung gestört und ließ von seiner Beute ab. Die Krähe blieb kurz sitzen und flog dann ebenfalls davon - Krähe gerettet, dem Habicht unbeabsichtigt das Abendessen vermiest...
MfG
Manfred Kolleck
Es wurden 30 Kontrollen zwischen dem 12.3. und dem 2.7. 2018 für die Kiebitze unternommen (plus weitere 20, die innerhalb anderer Gebietskontrollen anfielen). Weitere Hinweise und Angaben, z.B. aus ornitho.de, wurden hinzugezogen.
An 8 Standorten konnten bis Ende März/Anfang April 33 Brutpaare festgestellt werden. Davon wurden 28 Paare an 5 Koloniestandorten gezählt (3 bis 9 Paare). Insgesamt wurden 55 Jungvogelbeobachtungen getätigt; als vorsichtige Schätzung kann von 14 flüggen oder fast flüggen Jungvögeln ausgegangen werden. Etliche Jungvögel konnten aufgrund der hohen Vegetation nicht lückenlos kontrolliert werden, wenn sie erst einmal etwas älter waren. In einem Fall konnte eine Abwanderung um ca. 800 m Luftlinie festgestellt werden, die zwei Paare mit mind. einem fast flüggen Jungvogel unternommen hatten.
Es wurde mit 9 Bewirtschaftern oder Eigentümern an die 30 Gespräche geführt, u.a. für die konkrete Absprache zur Bewirtschaftung oder zum Abschluss eines Vertrages. An vier Standorten existieren längerfristige (3) bzw. einjährige (1) Verträge zum Kiebitzschutz. Mindestens 8 Gelege wurden markiert, um sie vor der Bewirtschaftung zu schützen (das war auf den Vertrags-Flächen meist nicht nötig).
Verlustursachen waren trotz der intensiven Absprachen in zwei Fällen die Bewirtschaftung (direkte oder indirekte Auswirkungen z.B. über eine Nachbarfläche) sowie unbemerkte, aber sehr wahrscheinliche Prädation. Eine Rupfung eines adulten Kiebitzes (Habicht?!) fand ich am 5.6.18 im NSG Füllenbruch. Dazu kamen Nahrungsengpässe wegen Trockenheit und die sehr schnell aufwachsende Vegetation als weitere mögliche Ursachen für einen schlechten Bruterfolg.
In den Jahren 2014-2018 lag der durchschnittlich festgestellte Bestand kreisweit bei ca. 36 Paaren. Eine stärker negative Tendenz ist für diese fünf Jahre derzeit nicht festzustellen; deutliche Rückgänge liegen ein bis zwei Jahrzehnte zurück.
Der Schutz der Kolonien ist nach wie vor viel versprechend und wird im Kreis Herford weiter verfolgt. Auch die anderen Standorte werden in die Schutzbemühungen mit einbezogen.
Klaus Nottmeyer (Biologische Station Ravensberg im Kreis Herford)
Offensichtlich war heute ein geeigneter Tag für Kohlmeisen, Blaumeisen, Grünfinken, Hausrotschwänze, einen Feldsperling und - als Überraschungsgast - einen Grauschnäpper, ein Bad in unserer Vogeltränke zu nehmen. Der Grauschnäpper war nach dem Bad kaum mehr als Solcher zu erkennen.
MfG
Manfred Kolleck
Durch die Trockenheit entstehen an einigen Tümpeln Flachwasserzonen und Schlammflächen, die für Limikolen interessant sind. Heute war an einem solchen Tümpel ein Flussuferläufer in einer halbwegs Fotoentfernung auf Nahrungssuche. Daneben wurschtelten mehrere Waldwasserläufer und ein größerer Trupp Bekassinen dort herum. Es gibt im Umkreis bestimmt viele solcher Tümpel, die sich jetzt lohnen auf „gut Glück“ mal vorbeizuschauen…