28 August 2018

Kappensäger, 2.0

Auch heute hielt sich der weibchenfarbene Kappensäger auf dem Emssandfang oberhalb des Steinhorster Beckens auf. Beim Landgang war ein blauer Ring am rechten Bein zu sehen.

 

MfG

Manfred Kolleck



Dümmer See

Und noch einmal die Bitte um Hilfe.... wer

saust da schnelll den Zaun entlang?

Ein .................sänger?  Gruß WP

Kreis SO - Stoppelacker

Auf einem Stoppelacker mit einer kleinen Senke auf dem Plateau liefen mehrere Mornellregenpfeifer. Sie waren gefühlt am Horizont und mit dem Fernglas waren nur kleine sich bewegende Punkte erkennbar. Sie sind hervorragend getarnt – wenn sie sich nicht bewegen oder rastend in den Furchen sitzen sind sie gar nicht zu sehen. Sobald man näher kommt, ändern sie die Laufrichtung um mit Sicherheitsabstand vorbeizuziehen. Ein halbwegs vernünftiges Bild zu machen ist gar nicht so einfach, denn wenn man es endlich mal geschafft hat etwas näher ranzukommen schauen sie meist demonstrativ weg oder präsentieren nur das Hinterteil…

www.wild-kingdom.com

Windheim

16 Weißwangengänse
1 Graugans Ring weiß D45
Gruß
Hans-Jürgen Meier

HF Bergertor: 5 Gänsesäger

Es wird wohl ein harter Winter: eben unterhalb des Bergertor-Wehres...

VG Uwe


27 August 2018

11 Mornellregenpfeifer in Eikeloh-Lippstadt

11 Mornellregenpfeifer heute Nachmittag, Montag 27.8., Südlich von Lippstadt-Eikeloh.

Nach mehreren vergeblichen Versuchen in den letzten Jahren hat es heute endlich geklappt!
Tatsächlich habe ich auf den unglaublich großen Mega-Ackerflächen an der Flanke des Sauerlandes einen Trupp von 11 Mornell nach intensivem Abscannen im Hitzeflimmern anhand der typischen Regenpfeifer-Schrittfolge grob ausmachen können.
Anschleichen an den Trupp und zur Salzsäule erstarren nach alter Trapperart führte dann schließlich dazu, dass der Trupp sich nach ausgiebiger stundenlanger Siesta auch noch auf mich (Salzsäule) Futter suchend zubewegte und bis auf ca. 30 m herankam, just als am Abend der Wind abflaute, das Spektiv also ruhig stand und auch kein Hitzeflimmern mehr den Blick verschwimmen ließ.
Und das alles ohne lokalen Guide!
Die Pulle Sekt war heute Ehrensache, ebenso der Stern in der Hall of Fame der Hobby-Ornithologen!

Grüße Thomas Tietz


Trauer um Doris Glimm – Weihenschützerin der ersten Stunde auch in der Warburger Börde

 
 

Doris Glimm in der Soester Börde – Foto: Werner Prünte

Mit großer Freude haben wir Ornithologen der Warburger Börde in diesem Jahr die Brut der seltenen Wiesenweihe an einem naturnahen Brutplatz geschützt. Vielen Ornis wurde bewußt, wie viele Bemühungen notwendig sind, um die Bodenbruten dieser seltenen Greifvogelart zu schützen.

Noch im Frühjahr 2018 mussten wir um den Ornithologen und Weihenschützer Herbert Schröder aus Borgentreich trauern.

Am 22.08.2018 ist nun Doris Glimm aus Lippstadt durch einen tragischen Unglücksfall plötzlich und unerwartet verstorben. Dies hat uns zutiefst erschüttert.

In enger Zusammenarbeit mit Theodor Trendelkamp und Werner Prünte hat Doris Glimm ab den 1970er Jahren den Weihenschutz in der Soester und Warburger Börde systematisch betrieben und Wiesen- und Rohrweihen vor dem Aussterben gerettet. So entwickelte sich der Wiesenweihen-Brutbestand nachfolgend in der Hellwegbörde auf über 40 Paare. Dies war in den 1990er Jahren eines der bedeutendsten Brutvorkommen in Deutschland. 

Nur ein mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnetes Kapitel in ihrer umfangreichen Naturschutz-Vita. Nicht erlahmende Neugier und Kenntnisse in fast allen Bereichen der Fauna und Flora zeichneten sie aus: Ob Ackerwildkräuter, Mollusken oder Wildbeobachtungen im Solling. Jede Austausch war eine Freude.

 

Offen und interessiert, den Nagelfleck vor der Linse, 2014 – Foto: Renate Wagner


Doris Glimm ist vielen Naturschützern ein wunderbares Vorbild in Sachen Prinzipientreue und Engagement. Zugewandt und inspirierend waren die Gespräche mit ihr, die oft weit über den Naturschutz hinausreichten. Ihre Kenntnisse teilte sie gern und begeisternd.
Telefonate mit ihr dauerten lange und waren sehr intensiv. Auf offen gebliebene Fragen kam sie noch Wochen später zurück.
 
Sie verfolgte die Intensivierung der Landwirtschaft und das daraus resultierende Artensterben über Jahrzehnte mit großer Sorge mit. Doris Glimm beharrte auf die ureigenen Interessen des Naturschutzes, die von anderen schnell über Bord geworfen werden. Selbsternannte Naturschutz-Intellektuelle und Pseudo-Vordenker waren ihr ein Dorn im Auge.
 
Zu den am Weihenschutz beteiligten Landwirten pflegte sie einen freundschaftlichen Kontakt. Mit Herzblut schuf sie ein Schutzprojekt, welches europaweit ein Vorbild für effektive Naturschutzarbeit ist.
 
Mit ihr geht ein kantiges Urgestein des Naturschutzes. Es geht eine herzenswarme Frau.
Wir werden sie sehr vermissen und immer in Erinnerung behalten.
 
Falko Prünte, Manfred Hölker

 

Feinfühlig, inspirierend und humorvoll, hier mit Manfred Hölker am Desenberg in der Warburger Börde 2017 – Foto: Falko Prünte

Kappensäger anerkannt

Der weibchenfarbene Kappensäger, den Meinolf Ottensmann am 29. Juli 2018
im NSG Steinhorster Becken PB beobachten konnte, ist von der
Avifaunistischen Kommission der NWO anerkannt worden.

Das gab diese heute auf ihrer Homepage bekannt.

Eckhard Möller



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26 August 2018

Kappensäger?

Am Emssandfang oberhalb des Steinhorster Beckens kam mir heute eine kleine tauchende "Ente" vor die Linse: Größe zwischen Krick- und Stockente, überwiegend braun, Bauch weiß, Schnabel mit leicht gebogener Spitze, Schwanzfedern "struppig". Auf Anhieb nicht zu identifizieren. Nach längerer Recherche handelt es sich wahrscheinlich um einen jungen weibchenfarbenen Kappensäger, bei dem die Haube noch nicht so ausgebildet ist wie bei einem ausgewachsenen Tier. Sicherlich ein Zooflüchtling.

 

MfG

Manfred Kolleck



Zugzeit Singvögel

Etliche Singvögel sind auf dem Zug. Heute in Halle - OT Hörste: 1 Gartenrotschwanz, 2 Grauschnäpper und 1 Trauerschnäpper, viele dicht über den Wiesen jagende Rauchschwalben und Mehlschwalben.

Bilder: Grauschnäpper mit Hartriegelfrucht, 1 juvenile Rauchschwalbe.

A. Bader



Großes Torfmoor

Habt ihr eine Idee was für ein Pieper es sein könnte?!

Gruß

WP

24 August 2018

Grünschenkel auf Fischfang

Bei stark bewölktem Wetter mit einigen Nieselschauern an der Weser: Der Grünschenkel war die ganze Zeit auf Fischfang, wobei er schnell im flachen Wasser laufend mit seinem Schnabel hin- und herschwenkte (wie ein Löffler). Dabei war er sehr erfolgreich und holte eine größere Anzahl kleiner Fische heraus, die er zumeist blitzschnell verschlang. Die Flussuferläufer kamen sehr spät herein und wurschtelten dann pausenlos im Uferbereich.

www.wild-kingdom.com

Weser - viele Reiher

Mittlerweile sind viele Reiher an der Weser eingetroffen: Wobei es fast so ausschaut, dass die Silberreiher in der Überzahl sind (min 20 Graureiher und min 30 Silberreiher anwesend). Daneben in der Umgebung weiterhin ein Rehbock, der eine Ecke mit nicht vertrocknetem Bewuchs eingenommen hat.

www.wild-kingdom.com

23 August 2018

Usutu-Virus in OWL

Nun ist es sicher: das Usutu-Virus hat Ostwestfalen erreicht!

Bereits Anfang August wurden im Bereich Steinhagen (Kreis Gütersloh) mehrere verendete Amseln und eine Misteldrossel aufgefunden. Schon vorher war das apathische Verhalten einiger Tiere aufgefallen. Da sich sofort der Verdacht auf eine Erkrankung durch das Usutu-Virus aufdrängte, habe ich eine frisch verendete Amsel an das Veterinäramt Gütersloh weitergegen. Nun kam das Untersuchungsergebnis vom Veterinäruntersuchungsamt aus Detmold und der Verdacht wurde bestätigt: die Amsel ist durch eine Infektion mit dem Usutu-Virus gestorben.

Ein zunächst apathischer, dann verstorbenen Eichelhäher aus Bielefeld-Ummeln wird zur Zeit durch das Veterinäramt untersucht.

Leider kann man gegen diese Virus-Infektion, die durch Mücken übertragen wird, gar nichts tun, sondern nur hoffen, dass sich unsere Vögel schnell immunisieren.

Weitere wichtige Informationen zur Krankheit und auch eine Meldemöglichkeit für erkrankte bzw. verstorbene Tiere gibt es auf der NABU Homepage unter https://www.nabu.de › Tiere & Pflanzen › Vögel › Gefährdungen › Krankheiten

Viele Grüße,

Bernhard Walter

 

 

Biologische Station Gütersloh/Bielefeld e.V.   

Virenfrei. www.avast.com

22 August 2018

Mediterrane Stimmung

Hallo,
passend zum Wetter heute gleich zwei eher mediterrane Arten am Schmetterlingsflieder.
Taubenschwänzchen sind zur Zeit häufiger unterwegs und dann hatte ich Glück und es kam auch noch ein wohl gerade verpuppter Schwalbenschwanz der 2. Generation vorbei. Die erste ist ja schon vor Wochen gemeldet worden und auch ich hatte das Glück einen doch eher abgeflogenen als Erstbeobachtung im Garten zu sehen. Dieser aber ist perfekt erhalten und nicht abgeflogen.

LG Holger

Test

Habe eine Rückmeldung, das eine Mail von mir nicht durchging. Daher an dieser Stelle ein Test.

Gibt es hier Beschränkungen, die beachtet werden müssen? Oder müssen Mails mit vielen Anhängen manuell freigeschaltet werden?

Viele Grüße
Timo Prünte

naturfotografie-blog.de

Internationale Verbrecher!!!

und noch vieles mehr....
https://www.facebook.com/profile.php?id=100010108505978&tn-str=*F

https://www.facebook.com/hans.schenau.3?tn-str=*F

21 August 2018

Weseraue

Juv Brachvogel (mehrere anwesend wobei sie sehr gut getarnt waren und zudem sehr scheu)

Neuntöter

Rehbock

Turmfalke

www.wild-kingdom.com

 

Habicht

Eine Versammlung von zahlreichen Krähen und Dohlen auf der benachbarten Wiese (Verl-Sende) flog plötzlich und zunächst ohne ersichtlichen Grund auf und kreiste laut lärmend um die umstehenden Eichen. Dann konnte ich die Ursache des Aufruhrs hinter der Hausecke entdecken: Ein Habicht hatte eine Krähe erwischt und hielt sie am Boden fest. Leider fühlte sich der Greif durch meine (durchaus vorsichtige) Annäherung gestört und ließ von seiner Beute ab. Die Krähe blieb kurz sitzen und flog dann ebenfalls davon - Krähe gerettet, dem Habicht unbeabsichtigt das Abendessen vermiest...

 

MfG

Manfred Kolleck



Kiebitz 2018 im Kreis Herford: 33 Paare mit 14 flüggen Jungen

Es wurden 30 Kontrollen zwischen dem 12.3. und dem 2.7. 2018 für die Kiebitze unternommen (plus weitere 20, die innerhalb anderer Gebietskontrollen anfielen). Weitere Hinweise und Angaben, z.B. aus ornitho.de, wurden hinzugezogen.

An 8 Standorten konnten bis Ende März/Anfang April 33 Brutpaare festgestellt werden. Davon wurden 28 Paare an 5 Koloniestandorten gezählt (3 bis 9 Paare). Insgesamt wurden 55 Jungvogelbeobachtungen getätigt; als vorsichtige Schätzung kann von 14 flüggen oder fast flüggen Jungvögeln ausgegangen werden. Etliche Jungvögel konnten aufgrund der hohen Vegetation nicht lückenlos kontrolliert werden, wenn sie erst einmal etwas älter waren. In einem Fall konnte eine Abwanderung um ca. 800 m Luftlinie festgestellt werden, die zwei Paare mit mind. einem fast flüggen Jungvogel unternommen hatten.

Es wurde mit 9 Bewirtschaftern oder Eigentümern an die 30 Gespräche geführt, u.a. für die konkrete Absprache zur Bewirtschaftung oder zum Abschluss eines Vertrages. An vier Standorten existieren längerfristige (3) bzw. einjährige (1) Verträge zum Kiebitzschutz. Mindestens 8 Gelege wurden markiert, um sie vor der Bewirtschaftung zu schützen (das war auf den Vertrags-Flächen meist nicht nötig).

Verlustursachen waren trotz der intensiven Absprachen in zwei Fällen die Bewirtschaftung (direkte oder indirekte Auswirkungen z.B. über eine Nachbarfläche) sowie unbemerkte, aber sehr wahrscheinliche Prädation. Eine Rupfung eines adulten Kiebitzes (Habicht?!) fand ich am 5.6.18 im NSG Füllenbruch. Dazu kamen Nahrungsengpässe wegen Trockenheit und die sehr schnell aufwachsende Vegetation als weitere mögliche Ursachen für einen schlechten Bruterfolg.

In den Jahren 2014-2018 lag der durchschnittlich festgestellte Bestand kreisweit bei ca. 36 Paaren. Eine stärker negative Tendenz ist für diese fünf Jahre derzeit nicht festzustellen; deutliche Rückgänge liegen ein bis zwei Jahrzehnte zurück.

Der Schutz der Kolonien ist nach wie vor viel versprechend und wird im Kreis Herford weiter verfolgt. Auch die anderen Standorte werden in die Schutzbemühungen mit einbezogen.

Klaus Nottmeyer (Biologische Station Ravensberg im Kreis Herford)

20 August 2018

Badetag

Offensichtlich war heute ein geeigneter Tag für Kohlmeisen, Blaumeisen, Grünfinken, Hausrotschwänze, einen Feldsperling und - als Überraschungsgast - einen Grauschnäpper, ein Bad in unserer Vogeltränke zu nehmen. Der Grauschnäpper war nach dem Bad kaum mehr als Solcher zu erkennen.

 

MfG

Manfred Kolleck



19 August 2018

Bären

Kein Bild aus einem Kleintierzoo, sondern am hellichten Tage im wegen
Kranichbrut jeweils bis zum 31.Juli auch für Fussgänger gesperrten
Schutzgebietes Pevestorfer Wiesen bei Gartow im Wendland aufgenommen.
Das dort regelmässig brütende Kranichpaar war anwesend, führte aber
keine Jungvögel.....

Carsten Cordes

Wendehals in Herford

Am 17. August konnte Siegfried Berger in seinem Garten in Herford einen
Wendehals entdecken und fotografieren.

Der Vogelzug ist in vollem Gang...

Eckhard Möller



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Rieselfelder Windel

Auch hier sind durch die Trockenheit interessante Schlickflächen entstanden. Meine Limi-Ausbeute war aber heute eher bescheiden. 2 Bekassinen und ein Flussuferläufer. Viele Schwarzkehlchen, 2 Braunkehlchen und 3 rastende dj. Gebirgsstelzen waren auch da.

Dirk Wegener

Gr. Torfmoor 2

Ein Bild habe ich noch... ???

Gruß

WP

Grauammer über Bielefeld

Richtiges Glück hatte ich mit den Bienenfressern. Gestern war es eher der Lohn für stundenlanges gucken Richtung NE. Am frühen Nachmittag flog eine Grauammer in ca. 20 Meter Höhe direkt über mich rüber. Zunächst wusste ich gar nicht, was da kommt. Zum Glück rief sie einige male. Den Ruf habe ich mir im letzten September eingeprägt, als wir in Griechenland einen rastenden Zugtrupp von deutlich mehr als 200 Grauammern beobachten konnten. Es lohnt sich eben immer, wenn man dorthin reist, wo unsere Seltenheiten noch recht häufig sind...

Einen schönen Sonntag wünscht,
Dirk Wegener

Trockenheit - neu entstehende Limikolenflächen

Durch die Trockenheit entstehen an einigen Tümpeln Flachwasserzonen und Schlammflächen, die für Limikolen interessant sind. Heute war an einem solchen Tümpel ein Flussuferläufer in einer halbwegs Fotoentfernung auf Nahrungssuche. Daneben wurschtelten mehrere Waldwasserläufer und ein größerer Trupp Bekassinen dort herum. Es gibt im Umkreis bestimmt viele solcher Tümpel, die sich jetzt lohnen auf „gut Glück“ mal vorbeizuschauen…

www.wild-kingdom.com